Laura Pausini - Inedito - Cover
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Laura Pausini Inedito


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Drei Jahre nach dem letzten Studioalbum „Primavera In Anticipo“ (11/2008) meldet sich der italienische Superstar (inzwischen mehr als 45 Millionen verkaufte Tonträger) rechtzeitig für das auf allen Märkten so wichtige Weihnachtsgeschäft mit einem neuen Werk zurück. „Inedito“ erscheint wie bei vielen italienischen Topstars üblich auch in spanischer Sprache, wobei der Fan gleich zur Deluxe Version greift, die beide Albumvarianten beinhaltet und das üppige Angebot von 33 Tracks mitbringt.

Aber auch die normale Version ist mit 14 Songs reichhaltig ausgestattet und sollte die Zeit bis zum nächsten Italienurlaub genau mit dem füllen, was sich der Hörer gemeinhin vom neuen Laura-Pausini-Album erhofft hat, auch wenn der Wunsch nicht ganz klischeefrei ist: Ein Bündel toller Melodien im charmanten Sprachkleid unserer europäischen Nachbarn.

Dieses Wunschziel erreicht „Inedito“ allerdings nur mit großen Abstrichen! Für ein starkes Popalbum hat sich auf das in Eigenregie produzierte Werk nämlich viel zu viel Füllmaterial geschlichen („Mi tengo“, „Tutto non fa te“, „Celeste“), zwischen dem der geneigte Hörer die Vollblut-Pophymnen wie „Bastava“, „Ognuno ha la sua matita“, „Ti dico ciao“ oder auch „Nessuno sa“ mit der Lupe suchen muss. Instrumental setzt die Italienerin dabei auf die üblichen großen Gesten mit reichlich Orchestereinsatz und ordentlich Schmalz in der Stimme. Doch für eine Punktlandung reicht das leider nicht.

So ist Lauras Duett mit ihrer Schwester Silvia leider eine ziemliche Schlaftablette („Nel primo sguardo“), während Frau Pausini zusammen mit Rockröhre Gianna Nannini im Titelsong „Inedito“ zu gewollt auf den Rockzug aufspringt. Eher traditionell fällt dagegen die Kollaboration mit Ivano Fossati in „Troppo tempo“ aus, worüber der Hörer sicher nicht böse ist. Dennoch ist die Stimmung am Ende getrübt.

Es gibt Alben, die sich durch mehrmaliges intensives Hören erschließen lassen. Bei „Inedito“ verläuft es quasi andersherum. Denn ist die Freude über eine neue Platte der italienischen Sängerin und Songschreiberin erst einmal abgeklungen, entpuppen sich die meisten Songs als durchschnittliche Kost ohne Langzeitwirkung. Schade drum.

Anspieltipps:

  • Bastava
  • Ti dico ciao
  • Nessuno sa
  • Come vivi senza me

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