Beatsteaks - Boombox + x - Cover
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Beatsteaks Boombox + x


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 88 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Der zweite „Boombox“-Silberling zeigt die Beatsteaks im Vergleich mit dem Sound des ursprünglichen Studioalbums von einer raueren Seite.

„Boombox + x“ ist der Plan, mit dem im Januar 2001 veröffentlichten „Boombox“-Album ein zweites Mal Kasse zu machen. Dazu wurde dem ursprünglichen Werk eine zweite CD mit 18 Tracks hinzugefügt, die sicher auch als separate Veröffentlichung ihre Käufer gefunden hätte. So aber wird der Fan genötigt, das „Boombox“-Album erneut zu kaufen, um an den prall gefüllten zweiten Silberling zu kommen. Für die ach so wichtige Chartserhebung bedeutet dies, dass die Verkaufszahlen von „Boombox“ und „Boombox + x“ zusammengefasst werden dürfen, was die Chancen auf eine Gold- oder Platinauszeichnung natürlich steigert, während sich auch beinharte Fans ein bisschen veräppelt vorkommen dürften.

Der zweite „Boombox“-Silberling zeigt die Beatsteaks im Vergleich mit dem Sound des ursprünglichen Studioalbums von einer raueren Seite („Rice is nice“, „Minute“, „Head on“, „S.N.A.F.T.“), die den Berlinern allerdings auch besser steht als eine auf Hochglanz polierte Studioatmosphäre. Das wird auf „Boombox + x“ ganz deutlich, auch wenn Hits wie „Milk & Honey“ natürlich unkaputtbar sind.

Der Reiz dieser erweiterten Neuauflage besteht vor allem in den unterschiedlichen musikalischen Ansätzen der vertretenen Songs. Denn die zahlreichen Remix-Versionen verlassen den (Punk-)rocksektor mehr als deutlich („Cheap comments“ im Moonbootica Remix oder auch „Automatic“ im Future Cut Remix), während Coverversionen u.a. von Slade und The Magnetic Fields sehr poppig ins Ohr gehen („Flysmoke“, „Let’s pretend we’re are bunny rabbits“, „Merry x-mas everybody, „Tonight“, „Yeah! Oh, yeah!“).

Nachdem „Boombox“ zur Abwechslung nicht nur Lobeshymnen erhielt, wird die Veröffentlichungspolitik von „Boombox + x“ auch nicht dazu beitragen, dass sich an der geteilten Freude so schnell etwas ändern wird. Denn eine separate Veröffentlichung zum Freundschaftspreis wäre ehrlicher gewesen, auch wenn Band und Label die Bonus-CD vielleicht nicht als vollwertiges Album einstufen. Musikalisch hat sie durchaus das Zeug dazu! Doch Geschäftssinn und Mut zur Lücke verhinderten dies.

Anspieltipps:

  • Tonight
  • Flysmoke
  • Rice is nice
  • Yeah! Oh, yeah!
  • Scheiss nicht rein
  • Let’s pretend we’re are bunny rabbits

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