Cirith Ungol - Servants Of Chaos (Re-Release) - Cover
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Cirith Ungol Servants Of Chaos (Re-Release)


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 146 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Tim Baker (Gesang), Jerry Fogle (Gitarre), Michael Vujea (Bass) und Robert Garven (Schlagzeug) waren Cirith Ungol, eine amerikanische Heavy Metal Band, die, 1972 gegründet, vor allem in den 80er Jahren tätig war und sich 1992 auflösten. Nüchtern betrachtet wäre dies auch schon alles, was man über diese nicht sonderlich erfolgreiche Band, was Verkaufszahlen im Vergleich zu ähnlich gelagerten Bands in ihrem Segment anbelangt, zu sagen braucht. In Wahrheit würde man damit allerdings einer der eigenständigsten und eigenwilligsten Gruppierungen des Heavy Metal nicht einmal ansatzweise den Respekt entgegenbringen, den sie sich verdient hat, denn selbst 20 Jahre nach ihrem Split ist Cirith Ungol für viele das Maß aller Dinge, wenn es um authentischen, epischen Metal amerikanischer Prägung geht.

Die 2001 veröffentlichte, ausverkaufte und daher seit Jahren um utopische Preise gehandelte Zusammenstellung „Servants Of Chaos“ beleuchtete den Act vorrangig aus der Demophase der Studioalben „Frost And Fire“ (1980), „One Foot In Hell“ (1986) und „Paradise Lost“ (1991) und rundete das Doppel CD-Paket mit unveröffentlichten Tracks („Hype performance“, „Last laugh“, „Eyes“), Live-Aufzeichnungen des „King Of The Dead“-Werkes (1984) und mehreren Instrumentals, die entweder nach zufällig aufgenommenen Jam-Sessions („Maybe that´s why“, „Ill met in Lankhmar“, „Return to Lankhmar“, „Darkness weaves“) oder experimentellen Spielereien („Witchdance“, „Feeding the ants“, „Obsidian“) klingen, ab. Metal Blade hat der Nachfrage nun nachgegeben und eine Neuauflage veröffentlicht, die um eine zusätzliche DVD mit einer 3/4-stündigen Aufzeichnung vom 9. November 1984 aus dem Rissmiller´s Club in Reseda, Kalifornien erweitert wurde.

Die Bootleg-Qualität der Bonus-DVD dürfte, angesichts der Tatsache, das es sich hiermit um das einzige Live-Material der Band in Bild und Ton handelt, vernachlässigbar sein. Immerhin glänzen die beiden restlichen Silberlinge ebenfalls nicht mit topmodernem Hifi-Sound, sondern rumpeln mitunter ganz gewaltig im Proberaumkeller umher. Die Mischung aus Rolling Stones, Led Zeppelin, Thin Lizzy, Iron Maiden und Black Sabbath dürfte zwar nicht jedermanns Sache sein und Sänger Tim hat ein vergleichsmäßig enervierendes Organ wie Ozzy Osbourne, doch gerade dieser raue Charme verzückt Fans seit der Veröffentlichung der „Orange Album“-Demo von 1978. Die beigefügten Synthesizer der „Frost And Fire“-Aufnahmen sind im Vergleich zu den mächtigen Studioaufnahmen zwar Geschmackssache, doch wer wissen will, wie eigenwilliger Epic Heavy Metal abseits der üblichen Verdächtigen in den 80ern geklungen hat, kommt um den gelungenen Überblick, den „Servants Of Chaos“ zu bieten hat, nicht herum.

Anspieltipps:

  • 100 MPH
  • I´m Alive
  • Last Laugh
  • Fallen Idols
  • Better Off Dead

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