Volbeat - Live From Beyond Hell / Above Heaven - Cover
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Volbeat Live From Beyond Hell / Above Heaven


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 79 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer soll diese Band davon abhalten, die Weltherrschaft im Hardrock zu übernehmen?

Die Band Volbeat aus Dänemark gehört zu den größten Phänomenen in der jüngeren Rockmusikgeschichte. Mit ihrem eigenwilligen Rockabilly-Metal (oder, je nach Gusto, auch Country-Hardrock) wuchsen Volbeat in nur vier Jahren, in denen sie drei Studioalben auf den Markt brachten, zu einem weltweit gefeierten Act mit einem dicken Majorvertrag heran, der Metallica auf Tour supporten darf, Gold- und Platin-Auszeichnungen einfährt und dabei entwaffnend sympathisch geblieben ist.

Wie man den Sound der Dänen bezeichnet, ist im Prinzip völlig egal. Sie machen nämlich nichts anderes, als das heilige Bündnis des Metal und Hardrock zu befolgen, indem sie Härte, Riffs und eingängige Melodien in traumwandlerischer Manier miteinander kombinieren und damit zu einer Stadionrockband internationaler Klasse aufgestiegen sind. Als Beweis dafür liegt mit „Live From Beyond Hell/Above Heaven“ ein – sofern der geneigte Hörer dies möchte – sehr üppiges Live-Dokument vor.

Denn „Live From Beyond Hell/Above Heaven“ erscheint sowohl als Einzel-CD mit einem Konzertmitschnitt aus Kopenhagen vom 19. November 2010 wie auch als luxuriöser Doppeldecker aus besagter Live-CD plus einem 2-DVD-Set mit demselben Konzert aus Kopenhagen sowie Aufzeichnungen aus dem House of Blues in Anaheim (USA) und vom „Rock am Ring“-Festival in Deutschland. Beide Gigs wurden in diesem Jahr gespielt, sind also brandneu und eine schöne Ergänzung zu der Live-CD.

Warum Metallica so sehr auf Volbeat stehen, dass sie die Dänen als ihren Tour-Support eingeladen haben, ist anhand dieser Konzert-CD leicht zu erraten. Spielen die Dänen doch mit der Tightness der „Black Album“-Epoche einen Hit nach dem anderen, ohne oben genannte heilige Grundregeln außer Acht zu lassen und bringen damit Konzertsäle und Stadien zum kochen. Dass dabei das eine oder andere Riff wie zum Beispiel in „Sad man’s tongue“, „Pool of booze, booze, booza/boa“ oder auch „A warrior’s call“ seinen Ursprung auf Metallicas „Black Album“ haben könnte, tragen noch nicht einmal die Herren Ulrich und Hetfield den Dänen nach. Also warum sollten wir es tun?

Mit einem beeindruckenden Live-Werk wie „Live From Beyond Hell/Above Heaven“ wartet eigentlich nur noch eine Frage auf die Beantwortung: Wer soll diese Band noch davon abhalten, die Weltherrschaft im Hardrock zu übernehmen?

Anspieltipps:

  • Fallen
  • Evelyn
  • Who they are
  • Heaven nor hell
  • A worrior’s call
  • The garden’s tale
  • Maybellene I Hofteholder

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