Daughtry - Break The Spell - Cover
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Daughtry Break The Spell


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 58 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Im November 2006, also vor exakt fünf Jahren, debütierte die Band Daughtry mit dem bis dato am schnellsten verkauften Rockdebüt in den USA und jeder war sich sicher, dass „The next big Thing“ geboren war. Denn auch der Nachfolger „Leave This Town“ (07/2009) lief vor allem in den USA wie geschnitten Brot, was kein Wunder darstellte. Daughtry verkörpern mit ihrem breitbeinigen Mainstream-Rock den Inbegriff amerikanischer Dicke-Hose-Musik, die vor Kraft kaum laufen kann.

Daran hat sich auch auf dem inzwischen dritten Longplayer „Break The Spell“ nichts geändert. Produziert von einem Mann, der in der Blütezeit des Nu-Rock als Genre-Koryphäe galt und u.a. für Alben von Hoobastank, Theory Of A Deadman, Blindside, P.O.D., Cold und Papa Roach verantwortlich war: Howard Benson. Er ist seit 2006 der Haus- und Hofproduzent von Daughtry und zaubert der Band jedes Mal einen extra-fetten Sound (immer abgemischt von Chris Lord-Alge) auf den Leib.

Anders würden die simpel gestrickten Songs mit ihren eingängigen Strukturen und Riffs wohl auch nicht funktionieren. Und damit ist klar: Daughtry bleiben in vollem Umfang ihren Traditionen treu und liefern auch heuer eine Vielzahl rundgeschliffener Songs mit maximaler Hit-Power ab, die sich aufgrund ihrer stilistischen Gleichförmigkeit und den fehlenden Höhepunkten äußerst schnell verbrauchen. Damit ist „Break The Spell“ wieder so eine Platte, auf der alles schön fett und druckvoll klingt, aber rein gar nichts davon hängenbleibt, weil das Songwriting maximale Belanglosigkeit offenbart.

Dass dies auf keinen Fall ein Hindernis für den einen oder anderen Radiohit sein muss, haben die vorherigen Daughtry-Alben bewiesen und ist angesichts von Songs wie „The start of something good“, „Losing my mind“ oder auch „Crawling back to you“ auch diesmal so. Das Können mag man Chris Daughtry und seiner Band nicht absprechen, aber die emotionale Tiefe fehlt irgendwie an allen Stellen.

Anspieltipps:

  • Crazy
  • Rescue me
  • Losing my mind
  • Crawling back to you
  • The start of something good

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