Mystic Prophecy - Ravenlord - Cover
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Mystic Prophecy Ravenlord


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Über zwei Jahre nach dem selten spannenden „Fireangel“ (05/2009) kehrt die deutsche Power Metal-Brigade Mystic Prophecy zurück und sorgt mit dem patentierten „Heavy Metal Kneipp Effekt“ für einen musikalischen Wellnessurlaub „für das geplagte Metaller Herz“. Wer sich darunter nichts vorstellen kann und unbedingt wissen will, was es mit diesem hanebüchenen Pressetextschwachsinn auf sich hat, möge bitte Massacre Records kontaktieren, alle anderen freuen sich über eine bärenstarke Rückkehr von R.D. Liapakis (Gesang), Markus Pohl (Gitarre), Constantine (Gitarre) und Connie Andreszka (Bass) und begrüßen den Neuzugang Tyronne Silva, der für Steve Dittrich die Drumsticks in die Hand genommen hat.

Nach dem etwas zurückhaltenden Titeltrack geht es dann auch schon los und „Die now“ zischt in Mach 3 am Hörer vorbei, „Eyes of the devil“ wetzt seine Krallen auf der Heavy Rock-Schiene im düsteren Midtempo und nach der donnernden Vorstellung von „Damned tonight“, „Wings of destiny“ und „Hollow“ weiß man gar nicht so recht, welche der drei Nummern die größten Chancen auf die nächste Mystic Prophecy-Hymne haben. Liapakis & Co. haben ihre ungewöhnlich lange Auszeit ohne Frage genutzt und knüpfen an alte Großtaten an, die nicht nur produktionstechnisch sämtliche Häuserblöcke zum Beben bringt, sondern auch dem zahmen Gerüst des Vorgängers einen deftigen Arschtritt verpasst.

Selbst in der zweiten Hälfte kracht der Fünfer aus den Boxen, dass es eine helle Freude ist und so wird z.B. der Refrain von „Endless fire“ („The dead is your desire / Burn in endless fire“) schon nach kurzer Zeit lauthals mitgegrölt, „Cross of lies“ und „Reckoning day“ fetzen mit einem Tempo und einer Hingabe durch den Gehörgang, dass man sich gar nicht satt hören kann und das Ozzy Osborne-Cover „Miracle man“ wird kurzerhand an die Herzschlagfrequenz von Mystic Prophecy angepasst, sodass es in doppeltem Tempo und mit krachender Doublebassunterstützung eine Power offenbart, die man dem Track so gar nicht zugetraut hätte. Einzig und allein der Bonustrack „Back with the storm“ hinkt dem restlichen Qualitätsgebärden hinten nach, dem positiven Eindruck von „Ravenlord“ kann dieser Aussetzer allerdings nichts anhaben. Kurzum: Die 7. Scheibe der Power Metal-Truppe entfacht ein kurzweiliges Feuerwerk, bei dem Fans des Genres sofort ganz warm ums Herz werden wird.

Anspieltipps:

  • Hollow
  • Endless Fire
  • Reckoning Day
  • Wings Of Destiny

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