Peter Broderick - Music For Confluence - Cover
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Peter Broderick Music For Confluence


  • Label: Erased Tapes/INDIGO
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Irgendwo zwischen Neo-Klassik, Post-Rock und Art-Pop ist „Music for Confluence“ ein edles Werk.

Der Amerikaner Peter Broderick ist als Solo-Artist vor allem Komponist von Filmmusik, betätigt sich jedoch auch bei den Dänen von Efterklang und zuletzt auf dem Yann Tiersen-Album „Skyline“. Nicht nur, dass er Fragen der Fans auf seiner Homepage per Sprachnachricht beantwortet, auch ansonsten ist der in Berlin lebende Musiker beeindruckend eigenbrödlerisch und vielbeschäftigt. So macht es neugierig, wenn Peter Broderick neben seiner Langzeit-Kollaboration mit Nils Frahm auch das eigene Eisen schmiedet. Im Auftrag der Dokumentarfilmer Jennifer Anderson und Vernon Lott entstand „Music For Confluence“ und damit ein weiterer Beweis für die Akzeptanz von Filmmusik abseits der bewegten Bilder.

Erwartungsgemäß ist diese gute dreiviertel Stunde nichts für nervöse Zeitgenossen, bei denen die Songs möglichst schnell auf den Punkt kommen müssen. Es gesellen sich vielmehr die Träumer zu den Hörern, die weite Landschaften aus Akustikgitarre, Streichern, Percussions und atmosphärischen Klangteppichen aufsaugen. Bereits in den ersten Stücken offenbart sich die Gabe Brodericks, genau diese Elemente stimmig in Szene zu setzen und spielerisch schwebend die Töne zu formen. Als Bodenhaftung zeigt sich fort- und federführend das Piano, welches durch die Tracks leitet und als roter Pfaden fungiert.

Irgendwo zwischen Neo-Klassik, Post-Rock und Art-Pop ist „Music for Confluence“ ein edles Werk inmitten von spannenden Songstrukturen, überraschenden Zügen und der schier kongenialen Verbindung, leicht ins Ohr zu gehen. Vieles auf diesem Soundtrack findet sich eher unter der Überschrift von Interlude bzw. Intro und trägt so dazu bei, dass die Klanglandschaften nie zu langatmig oder behäbig wirken. Zum Schluss offenbart uns Peter Broderick sogar noch seine Liebe zum Folk, wenn „Old Time“ als Ode an dieses Genre erklingt. In welche Richtung sich die Platte auch wendet, sie bleibt feinsäuberlich ausformuliert, behält jedoch auch schräge, raue Beigaben, so dass die Konsequenz ein stimmiges Exemplar im Filmmusik-Bereich und darüber hinaus ist.

Anspieltipps:

  • Some Fisherman On The Snake River
  • It Wasn't A Deer Skull
  • The Person Of Interest
  • Old Time

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