Marit Larsen - Spark - Cover
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Marit Larsen Spark


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Marit Larsen als One-Hit-Wonder zu betiteln ist wohl zu hart. Wenn auch nicht übermäßig erfolgreich hat die Norwegerin schon vor ihrer Erfolgssingle „If A Song Could Get Me You“ auch im Ausland in den mittleren Sphären der Charts ihr Siegel hinterlassen. Gleichzeitig muss man aber auch festhalten, dass dieser eine Track ihre Karriere um ein vielfaches nach vorne katapultiert hat. Und gleich auf diesem Album hat sich gezeigt, dass Pop nicht gleich Pop ist. Obwohl schon das letzte Machwerk von Frau Larsen bestückt mit niedlichen Popnummern samt Uptempo gespickt war, konnte keine der Nummer so begeistern wie das Referenzwerk.

Ein nettes Album lässt sich natürlich auch ohne einen Ohrwurm erstellen, doch bei der Pop-Flut heutzutage muss man gerade im Mainstream mit Besonderheiten auf sich aufmerksam machen oder den Geschmäckern genau nach dem Mund reden. Da überrascht „Keeper Of The Keys“ als klimpernde Eröffnung, die weder Melodie noch Chorus bietet, an die man sich klammern kann. Marit klimpert vor sich hin, offenbart, dass ihre süße Stimme nicht für tiefere Regionen gemacht ist und hält dieses Makelstück auch noch vier Minuten lang aus. Der Hörer bekommt es im besten Fall nicht mit.

Zum Glück kommt anschließend mit „Don't Move“ der beste Track des Albums. Hier wird fröhlich niedliche Popmusik zelebriert und gelebt, Marits Stimme passt zur leichten Stimmung des Liedes und alle wollen sich an den Händen greifen. Warum Marit Larsen danach ihre große Country-Karriere beginnt, verstehen wohl die wenigsten. Schwermütig, ohne tragende Melodien und fast schon weinerlich versteckt sich Larsen hinter uninspirierten Tonwänden, die von LeAnn Rimes stammen könnten – an ihren schlechteren Tagen.

Ab „What If“ geht es schnurstracks bergab. Das genannte Lied ist für lange Zeit das letzte, das mit einem gelungenen Crscendo gegen Ende für Glückshormonausschüttung sorgt. Im Anschluss gibt es nur noch Magerkost, die sich in altbackenen und langweiligen Pop-Arrangements verliert. Ohne es dem Country vorzuwerfen funktioniert die Mischung aus Larsens feiner Stimme und dem Pseudo-Country einfach nicht. Es entsteht keine Chemie zwischen Hörern und Liedern. Sie berühren nicht und gehen einfach an einem vorbei. Weder beschwingt, noch verliebt und auch nicht glücklicher wird man, wenn diese Töne erklingen. So vergibt das neue Album die Chance, den guten Ruf des letzten Albums zu retten. Diesmal ist keine Über-Single dabei, die den Karren au dem Dreck zieht und scheinbar handelte es sich bei diesem Song mehr um einen Glückstreffer.

Anspieltipps:

  • Have You Ever
  • Don't Move
  • What If

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