Franky Lee - There Is No Hell Like Other Peoples Happiness - Cover
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Franky Lee There Is No Hell Like Other Peoples Happiness


  • Label: Burning Heart/SPV
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Millencolin-Gitarrist Mathias Färm führt ein Doppelleben. Wer jetzt an Sex, Drogen und Gewalt denkt, liegt allerdings falsch, da Färm es vorzieht, in seiner Freizeit von der Musik – Musik zu machen. Klingt komisch, ist aber so! Unter dem Namen Franky Lee ist Färm zusammen mit Magnus Hägeras seit 2007 aktiv, geht dabei aber nicht ernst wie Millencolin zu Werke. Franky Lee spielen romantischen Punkrock mit poppiger Attitüde, der schon auf dem Debüt „Cutting Edge“ seine lebendige Seite zeigte. Selbst bei den hoffnungsarmen Texten klingen aufmunternde Akkorde mit und in dieser einfachen, aber lebhaften Mission soll es mit „There Is No Hell Like Other People“ weitergehen.

Im Vergleich zum Erstling ist Franky Lee zwar nicht ganz so sehr Spaßprogramm wie es noch das Debüt war, doch bis auf einige Ausnahmen handelt es sich bei Franky-Lee-Musik weiterhin um Erinnerungen an alte Jimmy Eat World-Stücke, die noch keine Angst hatten, den Verstärker auch mal aufzudrehen. Zwar kann man das Hitpotenzial der beiden Bands nicht vergleichen, doch die stringente, kraftvolle Musik, mit dem emotionalen und nachdenklichen Gesang kann man durchaus gleichsetzen. Die ernsteren Passagen befinden sich im zweiten Viertel mit „The Fall Of Great Misunderstood“, „A Cunning Plan“ und „Death To Myself“. Hier wird das Tempo gedrosselt und die überlegten Texte rücken in den Vordergrund. Bis auf ein paar Feuerzeuge dürften Tanz und Party aber weiter die Devise der Fans bleiben.

Eine 180°-Wende wäre wohl auch zu viel des Guten gewesen und so beobachtet man voller Wohlwollen, dass Mathias Färm und Magnus Hägeras sich weiterentwickelt haben und nicht einfach B-Seiten-Programm oder das Schema F wieder zu Tage fördern. Mit dem „Blinker Beat“ gibt es so etwas wie ein reuevolles Zurückblicken auf das Debüt mit einer Halbballade, die die Leichtigkeit von Skater-Punk mit der neuen, nachdenklichen Note verbindet. Manchen wird das neue Werk des Duos zu poppig und auch zu emotional sein, da die schnelleren Parts Abstriche hinnehmen mussten. Wer sich allerdings auch schon mit Franky Lee zum Wohnzimmer rocken oder mitsingen vorstellen konnte, der wird den neuen Stil problemlos in die Arme schließen können.

Anspieltipps:

  • Cut The Feeling
  • Death To Myself
  • No Motion

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