Nemesea - The Quiet Resistance - Cover
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Nemesea The Quiet Resistance


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die holländische Band Nemesea hat bereits bewiesen, dass sie ihren ganz eigenen Kopf hat und vor allem die Fans zu begeistern weiß. Nachdem ihr Debüt „Mana“ (2004) bei einem kleinen holländischen Label erschienen war, produzierten sie dessen Nachfolger „In Control“ (2007) durch das Format www.sellaband.de und somit durch die Begeisterung und Unterstützung ihrer Fans. Bei besagtem Album unterstützten sie außerdem Tony Platt als Produzent. Ronald Prent war für den Mix verantwortlich und damit wirklich prominente Hilfe für das Album gefunden. Und auch auf ihrer neuen Scheibe „The Quiet Resistance“ können sie durch einige zusätzliche Sternchen veredeln. Joost van den Broek (ehemals After Forever) co-produzierte, mixte und masterte die Songs des neuen Silberlings, Charlotte Wessels (Delain) ergänzt die Vocals von „High Enough“, Marcus Klavan (Gesang) und Matt Litwin (Turntables) von Bulletproof Messenger vervollständigen „It's Over“ und der Sänger der Rammstein Coverband Stahlzeit Heli Reissenweber übernimmt Gesangsparts in „Allein“. Die Weichen für ein starkes Album sind also durchaus gestellt.

So wird musikalisch Alternative Rock geboten, der sowohl mit einer Prise Gothic wie auch Electro gewürzt und durch einige Popelemente ergänzt eine durchaus interessante Mischung darstellt. Gitarrist HJ ist dabei für den Sound zuständig, Sängerin Manda steuert die Lyrics bei, die sie nach Eigenaussage aus dem eigenen Leben greift. Die Songs sind entsprechend sehr persönlich, spielen mit den Sorgen und Ängsten nicht nur der Einzelperson sondern vor allem auch mit den Erfahrungen als Band. Grundthema des Albums ist Kontrolle, sowohl sie zu haben wie auch sie zu verlieren. Dabei wird unter anderem auch das Erlebte der Zeit seit dem letzten Album verarbeitet, die Ungewissheit des Fortbestehens nach dem Ende von Sellaband, aber auch die Entschlossenheit sich nicht von ihrem Weg abbringen zu lassen.

Man muss der Band vieles lassen: Ihre Musik ist beeindruckend vielschichtig und abwechslungsreich. Bei jedem Hören findet man ein anderes Detail, langweilig wird einem so schnell bestimmt nicht. Das Grundthema des Albums zieht sich wie ein roter Faden hindurch, man wird nicht mit langweiligen 08/15 Thematiken gelangweilt und auch rhythmisch wird einiges an Abwechslung geboten. Mandas Stimme überzeugt vor allem in den Mitten und leichten Höhen, in luftigeren Gesangshöhen lässt sich das Gefühl einer leichten Quietschigkeit leider nicht ganz verwehren. Um in der Liga der Großen ihres Genres mitspielen zu können, fehlt zudem noch der nötige Wow-Faktor. Grundlegende Weichen sind allerdings durchaus gesetzt und das Potential sich in diese Ligen zu schwingen durchaus vorhanden. So bleibt es für „The Quiet Resistance“ bei einem soliden Album und der Hoffnung, dass sich die Band ganz dem eigenen Programm getreu stetig weiter nach oben zu schrauben schafft.

Anspieltipps:

  • The Quiet Resistance
  • Caught In The Middle
  • High Enough
  • Allein

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