Seasick Steve - Walkin´ Man: The Best Of Seasick Steve - Cover
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Seasick Steve Walkin´ Man: The Best Of Seasick Steve


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 79 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

„Walkin‘ Man“ fasst nun das Beste der fünf zwischen 2004 und 2011 erschienenen Studioalben von Seasick Steve zusammen.

Nach einem kurzen Intermezzo beim Majorlabel Warner Brothers erschien das bis dato letzte Studioalbum von Seasick Steve („You Can’t Teach An Old Dog New Tricks“, 05/2011) wieder ein paar Nummern kleiner im Rough-Trade-Vertrieb. Gefühlt passt diese Liaison auch besser. Denn richtig nachvollziehbar war es nicht, was ein kauziger Bluesmusiker wie der mittlerweile 70-Jährige bei einem Branchenriesen wie Warner „verloren“ hat. Sicher gab es die eine oder andere überraschende Chart-Notierung (z.B. in England), doch änderte dies nichts an dem Exotenstatus des rüstigen Bluesers.

„Walkin‘ Man“ fasst nun das Beste der fünf zwischen 2004 und 2011 erschienenen Studioalben von Seasick Steve zusammen und stellt damit die erste Werkschau Seasick Steves‘ dar. Darauf versammeln sich 21 Kompositionen, deren Grundlage elektronisch verstärkter, urwüchsig polternder Bluesrock ist, den auch Bands wie The White Stripes oder The Black Keys pflegen („Thunderbird“, „Don’t know why she love me but she do“, „You can’t teach an old dog new tricks“).

Seasick Steve kann aber auch anders. So beherrscht er akustisch abgespeckte Varianten des Blues („Walkin‘ man“, „Fallen off a rock“, „Xmas prison blues“) ebenso wie das Genre des Geschichtenerzählers, wobei seine mitunter ausufernden Plaudereien auf der eh schon randvollen Silberscheibe auf ein Minimum unterdrückt werden („My Donny“, „Prospect lane“). Wer wissen möchte, was es bedeutet, wenn der gute Steve erst einmal ins Plaudern kommt, muss zu einem seiner regulären Alben greifen, was grundsätzlich als Handlung empfehlenswert ist.

Mit „Walkin‘ Man: The Best Of Seasick Steve“ fahren aber sowohl Einsteiger als auch Fans des Meisters sehr gut, befindet sich doch noch eine obligatorische Live-DVD im Gepäck der Deluxe-Ausgabe, die allen Besitzern der Studioalben unveröffentlichtes Live-Material ans Herz legt.

Anspieltipps:

  • Cheap
  • Diddley Bo
  • Thunderbird
  • St. Louis slim
  • Never go west
  • You can’t teach an old dog new tricks

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