The Who - Quadrophenia: The Director´s Cut - Cover
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The Who Quadrophenia: The Director´s Cut


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 160 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Hier ist noch nichts von dem opulent klingenden Endergebnis mit Orchestereinsatz zu hören, das sich im Vergleich zu „Tommy“ sperriger und weniger eingängig präsentiert.

Spätestens mit dem extrem ambitionierten Konzeptwerk „Tommy” (05/1969) wurden The Who um Mastermind Pete Townshend zu einem unsterblichen Bestandteil der Rockgeschichte. Eine Plattensammlung, die ohne die Rockoper aus dem Jahr 1969 auskommt, ist definitiv keine vollständige!

Vielleicht dachte sich „Tommy“-Erfinder Pete Townshend, was einmal klappt, das funktioniert auch ein zweites Mal. Denn fast vier Jahre später, im Oktober 1973, erschien mit dem Album „Quadrophenia“ eine weitere Rockoper von The Who. Die Geschichte hinter „Quadrophenia“ (eine Abwandlung des Begriffs „Schizophrenia“) beschreibt das Leben des jungen Mods Jimmy. Als Mod bezeichnet man Anhänger einer britischen Jugendbewegung, die Ende der 50er Jahre aufkam. Die Mods fielen durch ihre Kleidung (grüne Parka) und aufgemotzten Motorroller auf. Jimmys Charakter wird mit vier Persönlichkeiten beschrieben (daher der Titel „Quadrophenia“), wobei jede Persönlichkeit ein Bandmitglied von The Who repräsentiert. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive erzählt und schildert die sehr unterschiedlichen Facetten und die damit einhergehenden Probleme des jungen Mods.

Nach der ersten offiziellen Wiederveröffentlichung auf CD (1985) und einer Remix-Version aus dem Jahr 1996, liegt nun für das diesjährige Weihnachtsgeschäft eine weitere Neuauflage von „Quadrophenia“ vor. Als Deluxe Edition mit zwei CDs und zwei Booklets bzw. als Super Deluxe Edition mit vier CDs, einer DVD, einer Vinyl-Single sowie einem dicken Buch ist wie immer für jeden Geldbeutel etwas dabei. Der Clou an beiden Ausgaben ist aber nicht die erneute digitale Überarbeitung, die im Übrigen eine tolle Qualität bietet, sondern elf bis dato unveröffentlichten Demoversionen, die sich direkt im Anschluss an das Hauptwerk auf CD Nummer zwei befinden.

Hier ist noch nichts von dem opulent klingenden Endergebnis mit Orchestereinsatz zu hören, das sich im Vergleich zu „Tommy“ sperriger und weniger eingängig präsentiert, aber nichtsdestotrotz das zweite Konzeptmeisterwerk der Who-History darstellt. Also gilt auch für „Quadrophenia“ was für „Tommy“ gilt: Dieses Album gehört spätestens in dieser Luxus-Version in jede Plattensammlung!

Anspieltipps:

  • 5:15
  • I‘m one
  • Cut my hair
  • I am the sea
  • Is it in my head?
  • Love reign o’er me
  • The punk and the godfather

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