Kathleen Edwards - Voyageur - Cover
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Kathleen Edwards Voyageur


  • Label: Rounder/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Prise Americana, ein Hauch Country und ein Gerüst aus Singer/Songwriter-Musik macht auch diesmal das Neuwerk von Kathleen Edwards aus, die eine erfolgreiche Nische in Amerika ausmacht. Bei uns zu Lande bleibt die Begeisterung für all die Heimat verbundenen Damen oft aus. So kann der Name Aimee Mann nicht oft genug genannt werden. Poppiger, aber mit genau so einer vollen Stimme versucht Edwards das neue Jahr zu begrüßen. Die Vorab-EP wurde bereits in die Rocky Mountains gelobt und jetzt soll das volle Album diesem Ersteindruck genüge tun.

Klugerweise erschlägt Kathleen Edwards uns nicht gleich mit den tragischen Balladen ihrer Zunft, sondern gibt Pop und eingängigen Melodien den Vorrang, sodass „Empty Threat“ zwar gefährlich nah am Country-Pop ist, sich aber in Verbindung mit „Chameleon/Comedian“ zu einer runden Einführung in Edwards' Klangwelten entwickelt. Belebte, einfache Sounds treffen hier auf ebenso prägnante, aber ruhige Arrangements. Das Versprechen, dass beide Richtungen gleichermaßen gut eingeschlagen werden können, lockt.

Wen es nicht stört, wenn die beiden vorgegebenen Pfade nicht allzu weit verlassen werden, der wird auch prompt positiv überrascht. Während „A Soft Place To Land“ eine eins zu eins Kopie von „Chameleon/Comedian“ darstellt, ist „Change The Sheets“ eine weitere Pop-Nummer, die den Geist von „Empty Threat“ aufgreift. Im Gegensatz zu „Empty Threat“ schafft es „Change The Sheets“ aber auch gleich im Ohr zu bleiben und wird den Vorkritiken zur EP gerecht. Spätestens jetzt hat Kathleen Edwards die Hörer auf ihrer Seite und die Begeisterung an ihrer Stimme trägt auch durch minimalistische Stücke (z.B. „House Full Of Empty Rooms“) und melancholische Momente (z.B. „Mint“).

Am Ende steht ein Album, das geradezu kleinlich in Balladen und Pop-Rock-Nummern aufgeteilt wurde. Experimente bleiben aus und zurück bleibt eine Ansammlung von Songs, die ihr Handwerk verstehen. Edwards versucht nicht das große Publikum, sondern ein ausgewähltes zu erreichen. Wer sich angesprochen fühlt, wird das Jahr 2012 schon jetzt lieben, da Edwards etwas Grundlegendes richtig macht: Sie macht nichts falsch!

Anspieltipps:

  • Change The Sheets
  • Mint
  • Chameleon/Comedian

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