Kids In Glass Houses - In Gold Blood - Cover
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Kids In Glass Houses In Gold Blood


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 43 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon 15 Monate nach “Dirt” (08/2010) steht mit „In Gold Blood“ das nächste Werk der Waliser Kids In Glass Houses im Handel und gemessen an der äußerst bescheidenen Vorstellung der Vorgänger hält sich die Freude darüber logischerweise in Grenzen. Zappelige Emorocker, die die Ohren nicht voll genug bekommen können und ohnehin alles hören, das auch nur annähernd mit ihrer Lieblingssparte zu tun hat, dürfen jetzt aber frohlocken, denn Aled Philips (Gesang), Joel Fisher (Gitarre), Iain Mahany (Gitarre), Andrew Shay (Bass) und Phil Jenkins (Schlagzeug) ist ein weiterer, penetrant auf die Zielgruppe zugeschnittener Longplayer gelungen, bei dem sich die Frage nach Hassliebe gar nicht erst stellt. „In Gold Blood“ ist nämlich einfach das Konglomerat der beiden vorangegangenen Veröffentlichungen „Smart Casual“ (09/2008) und „Dirt“.

Das bedeutet astreine 30 Seconds To Mars-Momente ohne die stimmlichen Eskapaden eines Jared Leto („Teenage wonderland“), harter, laut aufgedrehter Glam Rock („Animals“), Kompositionen, die mit Pathos, Drama, Trompeten, Michael Jackson-Zitaten, Synthiespuren und etlichen anderen Ballaststoffen angereicht sind, dass einem regelrecht schlecht wird („The florist“, „A god to many devils“, „Fire“), die üblichen Fall Out Boy trifft Panic! At The Disco-Fusionen („Black crush“, „Only the brave“, „Diamond days, „Annie May“) und eine Nummer, die schon bei der Hälfte wegen ihrer zweisilbigen Redundanz ein Fall für die Skip-Taste ist („Not in this world“). Hätten sich Kids In Glass Houses nur ein Beispiel an dem ebenfalls nicht sonderlich innovativen, aber dafür umso knalligeren Madina Lake-Comeback „World War III“ (10/2011) genommen.

Wenigstens erzählt „In Gold Blood“ eine zusammenhängende, auf dem Papier spannende Geschichte, die „von einem Mann und einer Frau“ handelt, „die von Chaos und Wahnsinn umringt sind und sich auf eine Reise begeben, um all dem zu entkommen. Sie wandern, lernen und finden schließlich die Realität und die Antworten, nach denen sie gesucht haben. Am Ende bleibt nur der Mann übrig, ein gezeichneter Überlebender. Seine Wegbegleiterin ist nicht mehr an seiner Seite und seine Zukunft ungewiss.“ Schade, dass die Musik der Erforschung dieser Story permanent im Weg steht und eine nähere Erschließung des Handlungsstrangs nach und nach dem Verlangen weicht, sich einem richtigen Konzeptwerk zu widmen.

Anspieltipps:

  • Animals
  • Diamond Days

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