Gym Class Heroes - The Papercut Chronicles II - Cover
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Gym Class Heroes The Papercut Chronicles II


  • Label: Fueled By Ramen/WEA
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Ritt auf der Rasierklinge zwischen aalglattem Mainstream-Pop und einem letzten Bisschen Credibilty.

Zeit für Geschichte: Mit „The Papercut Chronicles” ging im Jahr 2005 die Karriere der New Yorker Gym Class Heroes erst so richtig los, nachdem die zuvor in Eigenregie unters Volk gebrachten Veröffentlichungen „Hed Candy“ (1999), „Greasy Kids Stuff“ (2000) und „For The Kids“ (2001) keine besondere Resonanz erzeugten. Dann aber kam „Fall Out Boy“-Schönling Pete Wentz auf die Band zu, als er die „The Papercut Chronicles” der Gym Class Heroes zu Gehör bekommen hatte. Er nahm die Jungs für sein Label Decaydance Records unter Vertrag und mit dem Vertriebsweg über Warner Bros. stieg auch die öffentliche Wahrnehmung der vier Eastcoast-HipHop-Rocker.

Nach einer längeren Pause („The Quilt“ erschien im September 2008), in der Sänger und Ex-Freund von Katy Perry, Travie McCoy, sein Soloalbum „Lazarus“ (06/2010) auf den Markt brachte, veröffentlichten die Gym Class Heroes im Dezember 2011 in den USA die „The Papercut Chronicles”-Quasi-Fortsetzung, die nun auch hierzulande ganz offiziell in die Läden gebracht wird. Als kommerzielle Anheizer haben die New Yorker dazu neben anderen Acts wie Oh Land mit Adam Levine (Maroon 5) und Ryan Tedder (OneRepublic) diesmal zwei ganz spezielle Gäste mit an Bord, die für ihre markanten Radiohits bekannt sind. Ein klares Signal!

Doch für ihre Kollaborationen müssen die Gym Class Heroes an ihrer musikalischen Grundlage noch nicht einmal etwas ändern. Sie kombinieren weiterhin fleißig HipHop-Beats mit poppigen Melodien und E-Gitarrenklängen, wo sie nötig erscheinen, mit dem Unterschied, dass die Refrains in „Stereo hearts“ von Adam Levine und in „The fighter“ von Ryan Tedder übernommen werden, die den Songs durch ihre stimmlichen Auftritte unverkennbar einen „Ich will ins Radio“-Stempel aufdrücken.

Auch wenn das Quartett immer noch gerne mit den Stilarten spielt, verschiebt sich der Gym-Class-Heroes-Sound nicht nur durch die aktuelle Unterstützung aus der Pop-Ecke sehr auffällig immer mehr in rundgeschliffene Radiopopgefilde. Damit untergraben die New Yorker nicht nur ihre eigene HipHop-Identität, sondern werden musikalisch auch zunehmend austauschbarer. So ist „The Papercut Chronicles II“ wie ein Ritt auf der Rasierklinge zwischen aalglattem Mainstream-Pop („Life goes on“, „Stereo hearts“) und einem letzten Bisschen Credibilty („Martyrial girl$“, „Kid nothing and the never-ending naked nightmare“), der nur noch mit viel Goodwill als okay durchgewunken werden kann.

Anspieltipps:

  • The fighter
  • Life goes on
  • Ass back home
  • Martyrial girl$
  • Kid nothing and the never-ending naked nightmare

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