K´s Choice - Little Echoes - Cover
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K´s Choice Little Echoes


  • Label: Ses Inc./Rough Trade
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die 90er-Jahre-Band K’s Choice ist zurück. Letztes Jahr brachte das belgische Geschwister-Duo Sarah Bettens und Gert Bettens nach zehn Jahren Pause ihr Comeback-Album „Echo Mountain“ auf den Markt, was als mittelmäßiges Werk auch nur mittelmäßige Beachtung fand. Jetzt folgt der nächste Versuch: „Little Echoes“.

Letztendlich bietet „Little Echoes“ überwiegend ruhige Neuauflagen von Songs des letzten K’s-Choice-Albums Echo Mountain, zwei neue Songs und vier Cover. Eine großartige Rockband kehrt zurück und bietet ihren Fans vor allem Cover und Akustikversionen? Man mag es einer Band wie K’s Choice einerseits zutrauen, auch Songs anderer großer Künstler neu zu interpretieren, doch fragt man sich auch: Warum covert eine Band nach so langer Pause andere Songs, anstatt eigene Neuwerke zu veröffentlichen? Die Kritiken zu „Echo Mountain“ überschütteten K’s Choice zudem nicht unbedingt mit Lobhudelei, was die Veröffentlichung eines Akustik-Albums, welches sich überwiegend daran orientiert, noch fragwürdiger macht.

Gelungen ist ihre Neuinterpretation bei dem Cover von „Cannonball“, welches ursprünglich von auf dem Album O von Damien Rice zu hören war. Die Stimme von Sarah Bettens verleiht dem eigentlich an sich schon sehr sanften Track eine noch sensiblere Note. Weniger gut ist dagegen das Cover des Klassikers „I’m So Excited“ von den Pointer Sisters gelungen, was auf „Little Echoes“ eher klingt wie eine belanglose Lagerfeuer-Version. Ebenfalls schwierig gestalten sich grundsätzlich Coverversionen von Radiohead-Songs, so auch hier: „No Surprises“ erfasst nur mit viel Mühe und Not einen Ansatz des Gefühls, was Thom Yorke zu vermitteln vermag. Der letzte Track „16“ dagegen überzeugt auf ganzer Linie: Eine gefühlvolle Ballade, wie sie es auch schon auf „Echo Mountain“ war.

„Little Echoes“ ist ein Akustikalbum, das sich vor allem an die kalte und schwere Jahreszeit anpasst. Doch wirklich ausreichend für ein gutes Album ist dieser Umstand nicht. Während auf alten Erfolgsalben wie Almost Happy oder Paradise In Me vor allem die raue und doch so sanfte Stimme von Sarah Bettens ausschlaggebend für den charakteristischen Klang von K’s Choice war, ist davon bereits seit „Echo Mountains“ nur noch wenig zu hören. Leider wirkt auch „Little Echoes“ aufgrund der ausbleibenden Besonderheiten und neuen Songs etwas eintönig. Das so langerwartete Erfolgs-Comeback von „K’s Choice“ lässt erneut auf sich warten und „Little Echoes“ bleibt ein leises Echo ihres Albums „Echo Mountain“.

Anspieltipps:

  • Cannonball
  • 16
  • Echo Mountain

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