Universal Rhythm Blasters At Work - Windfire - Cover
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Universal Rhythm Blasters At Work Windfire


  • Label: Office4Music/Broken Silence
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Einem Album, dem die Adjektive vertrackt und verwirrend vorauseilen, aufgeschlossen zu begegnen, fällt schwer. Wenn es sich dabei allerdings um eine Mixtur aus Tom Waits, Aphex Twin, Tinariwen und Portishead handelt, dann spitzen sich die Ohren wie von alleine. Universal Rhythm Blasters At Work heißt das grenzenüberschreitende Baby von Schlagzeuger und Perkussionist Georg Edlinger, der mit „Windfire“ seine Vorliebe zum Kaoss Pad (ein Effektgerät), diversen weltmusikalischen Instrumenten und Klängen, sowie der Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Musikern in reichhaltigen Farben und Formen auslebt.

Im Grunde als House-Album angelegt, durchläuft „Windfire“ ein buntes Arsenal an verschiedensten Einflüssen um sich auf diese Weise gekonnt einer direkten Zuordnung zu entziehen, stolpert aber ein ums andere Mal über die angestrebte Vielfalt. Stücke wie „Crashdown“ oder „Sky trip“, die neben abgehackten Beats und Rhythmen mit einer tiefen, grummelnden Stimme aus den Boxen dröhnen und als Anlehnung an Skinny Puppy oder Autechre eine dunkle Faszination versprühen, sind ohne Frage mutig und ansprechend, wenn jedoch afrikanische Melodien („African steps“), ein Massive Attack-Zitat („Space fly“), minimalistische House Music aus den 90ern („Rotation“) und Mauro Picotto ähnliche Ravespuren („Windfire“) um die Aufmerksamkeit des Hörers buhlen, dann ist das schnell zuviel des Guten.

„Windfire“ will auf Teufel komm´ raus anders sein und Georg Edlinger und seiner elfköpfigen Truppe ist schlicht und ergreifend jedes Mittel dazu recht. Dass die 50 Minuten dadurch stellenweise arg in die Länge gezogen wirken und etwas mehr Ordnung dem Unternehmen gut tun würde, ist Nebensache. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass ein Acid durchtränkter Trip wie „Turning motion“ oder pumpendes Clubgebärden im Samba-Rhythmus („Eastside“) selten so gut nebeneinander funktioniert haben wie hier. Mit etwas mehr Feinschliff und klareren Grenzen könnte aus Universal Rhythm Blasters At Work jedenfalls recht schnell ein veritabler Geheimtipp entstehen.

Anspieltipps:

  • Eastside
  • Sky Trip
  • Turning Motion

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