The Dukes - Victory - Cover
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The Dukes Victory


  • Label: MVS/New Music Distribution
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie lässt man bitte noch frischen Wind durch ein Genre wehen, das seit Jahrzehnten den Globus dominiert? Shanka (Gesang und Gitarre) und Greg Jacks (Schlagzeug) haben sich wahrscheinlich nicht allzu große Sorgen gemacht, da sie die Musik in erster Linie gestalteten, um ihrer Vorliebe nachzugehen. Später, als dann noch Gaspard Murphy (Gitarre) und Steven Galtera (Bass) hinzukamen war man einfach bereit loszubrettern. Und Tatsache ist: Das Debüt knallt in einer Form aus den Boxen, die erfrischend frei und naiv klingt.

Der Auftakt „Low Men“ zeigt schon die ersten Qualitäten, die von Akustikgitarre bis Schlagzeug jeden ins Rampenlicht rücken lassen. Dazu gibt es eine stimmige Melodie, die rasend schnell ins Ohr geht und fertig ist der Musikspaß. Im geradezu selbst verherrlichenden „The Dukes“ zeigt die Band dann noch, wie Ihnen richtig tiefe Bässe stehen. Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefallen an den einfachen Hooklines und den harten Riffs der Band gewonnen hat, der wird – so viel sei vorab verraten – nicht mehr mit Ihnen warm.

Das Gros des Albums lebt von schnellen, harten Tracks, die auf erfreulichem leichtem Weg ins Ohr finden. Echte Hymnen bleiben aus, aber dafür gehen die Tracks immer wieder ins Ohr ohne zu langweilen. Die Ausnahmen sind rar gesät. „Sugar Cut“ und „Aftermath“ sind die einzigen Songs, die es tatsächlich schaffen zu langweilen. Der Titelsong hingegen schafft es aufkommende Längen mit der unwiderstehlich frischen Art der Band wettzumachen. Die Mischung aus Gesang und Geschrei zusammen mit den fetzigen Rocksounds der Band wirkt einfach lebendig und frivol.

Dass die Band nicht einfach nur zweidimensional Krach in die Welt setzen möchte zeigen die mehr oder wenigen gelungenen Experimente des Albums. Dabei sind weniger die Balladen gemeint, wobei „Heirs Of Icarus“ sich als überflüssiger letzter Bremsklotz des Albums erweist. „Laughter“ ist da viel interessanter. Als Disko fähige Tanznummer sträubt sich hier jedes Nackenhaar gegen die verzerrten Gesänge zwischendurch, doch das Gesamtbild ist flott und macht Lust auf mehr.

Anspieltipps:

  • Low Men
  • Resilient Lovers
  • The Stooge

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