Rush - Sector 1 - Cover
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Rush Sector 1


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 300 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Von 1974 bis 1988 veröffentlichte das kanadische Prog-Rock-Trio Rush insgesamt 15 Longplayer (12 Studioalben sowie drei Live-Werke) über das Majorlabel Mercury Records (im Universal-Vertrieb), bevor sich die Band in Richtung Atlantic Records (im Warner-Vertrieb) verabschiedete, über die Rush im November 1989 ihr 13. Studiowerk „Presto“ veröffentlichten.

Zu diesem Zeitpunkt waren Rush bereits ein Monolith in der internationalen Prog-Rockszene, mit einem unzerstörbaren Ruf, der sich bis heute gehalten hat, auch wenn die Veröffentlichungen neuer Studioalben im Laufe der Jahre immer rarer geworden sind. Mit inzwischen mehr als 40 Millionen verkauften Tonträgern zählen Rush zu den Big Playern der progressiven Rockmusik, die von Fans, Kollegen und weiten Teilen der schreibenden Zunft verehrt werden.

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Kurz vor Jahresfrist beglückt Mercury Records, das alte Label der Herren Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart, die Rush-Fans mit gleich drei opulenten Box-Sets, die das gesamte Schaffen der Kanadier in der Zeit von 1974 bis 1988 enthalten. Aufgeteilt in die „Sektoren“ eins (1974-1976), zwei (1977-1981) und drei (1982-1988) wurden jeweils fünf Studioalben als digital remasterte Neuauflagen in stabilen und formschön ausgefallenen Pappschubern zusammengefasst, die nebeneinander aufgereiht optisch als Miniatur-Instrumentenkoffer daherkommen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern schont bei Bedarf auch das Portemonnaie, da sich der Fan den Kauf in mehrere Tranchen einteilen kann. Denn addiert dürfte „Sector 1-3“ preislich locker an der 100-Marke kratzen.

Sämtliche Alben stecken in nachempfundenen Mini-Vinylhüllen und werden von einem umfangreichen, alle Werke einer Box zusammenfassenden Booklet begleitet. Ein besonderer Clou ist dabei, dass jeweils ein ausgewähltes Album der „Sector“-Boxen in das hochauflösende DVD-Audioformat mit 5.1 Surround Sound übertragen wurde. Dadurch wird der Sound der 70er und 80er Jahre zumindest in Ausschnitten in das Hier und Jetzt übertragen. So wurden für das DVD-Audio-Format die Alben „Fly By Night“ (1975), „Farewell To Kings“ (1977) und „Signals“ (1982) ausgewählt und man darf gespannt sein, ob auch der Rest des Backkatalogs in den Genuss der dem Raumklang geschuldeten Überarbeitung kommt.

Auch wenn dieser nachträgliche Transfer in ein anderes Klangbild zuerst nur wie eine Spielerei anmutet (die hinteren Lautsprecher bekommen in der Regel viel zu wenig zu tun), sind die Möglichkeiten, die ganz gezielte Raumklangabmischungen bei Studioalben in Zukunft bieten, noch nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft. Vielleicht werden Rush hier ja neben einigen anderen verdächtigen Kandidaten wie Steven Wilson zu echten Antreibern.

Anspieltipps:

  • 2112
  • Working man
  • Best I can
  • Bastille day
  • Finding my way
  • No one at the bridge
  • A passage to Bangkok
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