Yelawolf - Radioactive - Cover
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Yelawolf Radioactive


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Michael Wayne Atha (31) alias Yelawolf ist zwar schon eine ganze Weile in der US-HipHop/Rap-Szene aktiv (sein Debütalbum „Creek Water“ erschien im Jahr 2005), doch mit einer kommerziell erfolgreichen Karriere kann der Rapper bis dato nicht prahlen. Seinen zwischenseitlichen Majorvertrag mit Columbia Records (Sony Music) verlor der aus den Südstaaten stammende Yelawolf ohne eine einzige Veröffentlichung wieder.

Mit dem Release diverser Indie-Mixtapes blieb der 31-Jährige trotzdem im Gespräch und ergatterte so einen Deal mit Interscope Records (Universal Music), über die im vergangenen Jahr das Mixtape „Trunk Muzic 0-60“ (11/2010) erschien. Mittlerweile ist Yelawolf auf dem Interscope-Sublabel Shady Records von Kollege Eminem gelandet und bringt hier sein zweites offizielles Studioalbum „Radioactive“ heraus.

Eminem zählt neben Lil Jon, Fefe Dobson und Kid Rock zu den berühmteren Feature-Gästen auf „Radioactive“. Ansonsten tummeln sich eher Kollegen aus der B- und C-Kategorie auf dem Album. Das soll zwar keine Wertung darstellen, fällt dem mit Star-Features verwöhnten Rapfan allerdings ins Auge. Für das Ohr bietet Yelawolf eine vor allem zu Beginn nicht immer leicht zugängliche Rap-Vorstellung im Dirty-South-Style, die auf technischer Seite einige faszinierende Flows offenbart („Throw it up“, „Animal“) und mit Unterstützung der Gäste jede Menge Futter für die Charts bietet („Good girl“, „Made in the U.S.A.“, „Write your name“, „Everything I love the most“).

Dabei zeigt Yelawolf unerwartete Qualitäten als Hookline-Monster („Radio“), was nicht vielen seiner Genrekollegen gelingt, selbst wenn diese den Mut haben, bewusst poppig zu klingen. Trotzdem dauert es eine gewisse Zeit, bis der Hörer mit dem Stil und den Beats des Südstaaten-Rappers warm geworden ist. Doch dann kristallisiert sich mit „Radioactive“ ein gut-klassiges HipHop-Werk heraus, das für das angeschlagene Genre ein würdiger Vertreter ist.

Anspieltipps:

  • Animal
  • Let’s roll
  • Throw it up
  • Write your name
  • Made in the U.S.A.
  • Everything I love the most

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