Young Jeezy - TM:103 Hustlerz Ambition - Cover
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Young Jeezy TM:103 Hustlerz Ambition


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 62 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Thug Motivation 103: Hustlerz Ambition“ bringt der US-amerikanische Rapper Young Jeezy (34) nach diversen Terminverschiebungen nun endlich sein viertes Studioalbum (das dritte nach „Let’s Get It“ und „The Inspiration“ in der losen Thug-Motivation-Reihe) auf den Markt. Es ist der direkte Nachfolger des US-Nummer-1-Albums „The Recession“ aus dem Jahr 2008, für das Young Jeezy eine Goldene Schallplatte für mehr als 500.000 verkaufte Exemplare erhielt.

Seit November 2009 hat Young Jeezy mit diversen Kollaborationspartnern an den Songs des Albums gearbeitet und verschiedene Male die Veröffentlichung angekündigt. Jeezys Plattenfirma bezeichnete die Termine allerdings als nicht abgestimmt und wählte nun mit einem Datum Ende Dezember einen denkbar schlechten Zeitpunkt. Denn wie soll ein Album promotet werden, wenn sich sämtliche Protagonisten (Label, Agenturen, Presse, Künstler) im Weihnachtsurlaub befinden? In unseren schnelllebigen Zeiten kann ein Album unter solchen Umständen sehr schnell an die Wand gefahren werden.

Mit der angekündigten Eminem-Zusammenarbeit ist es zwar nichts geworden, dennoch hat Young Jeezy für „TM:103“ eine beachtliche Schar an Feature-Gästen mit an Bord. Neben einigen anderen tummeln sich Jay-Z, Snoop Dogg, Andre 3000, Jadakiss und Ne-Yo auf dem Werk, das im Intro „Waiting“ die ungewöhnlich lange Wartezeit auf das Album thematisiert, diese aber im Anschluss nicht mit einem überragenden Longplayer rechtfertigen kann. Trotzdem ist der Standard, den Young Jeezy auf „TM:103“ erfüllt, durchaus hoch. Seine Beats, Hooks und Raps sind nicht sensationell, aber meistens auf einem überdurchschnittlichen Niveau, während die Texte meistens nicht über das Abgrasen der üblichen Genreklischees hinwegkommen.

Damit tut es der 34-Jährige einer Vielzahl seiner Kollegen gleich, ohne aus der breiten Masse hinaus zu stechen. Kein Wunder, dass echte Highlights wie z.B. die Ne-Yo-Nummer „Leave you alone“, der charismatische Auftritt von Snoop Dogg in „Higher learning” sowie der Part von Jill Scott im atmosphärischen „Trapped“ eher rar gesät sind und „TM:103 Hustlerz Ambition“ zu so einem späten Release-Termin schwer kämpfen muss, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erhaschen. Mit der Wahl der richtigen Singleauskopplungen (z.B. „F.A.M.E.“ im Duett mit T.I.) ist der Zug aber noch nicht abgefahren, den Erfolg der vorherigen Alben zu wiederholen.

Anspieltipps:

  • OJ
  • Trapped
  • F.A.M.E.
  • Everythang
  • Higher learning

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