Mando Diao - Greatest Hits Vol.1 - Cover
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Mando Diao Greatest Hits Vol.1


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 80 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Mando Diao: Ein unverzichtbarer Teil der europäischen Rockszene!

Die fünfköpfige schwedische Band Mando Diao eröffnet bereits am ersten offiziellen Veröffentlichungstermin des Jahres 2012 die nächste Runde in der Debatte um den Sinn und den Unsinn von Best-Of-Alben. Dabei ist das gewählte VÖ-Datum so früh im Jahr durchaus als ungewöhnlich zu bezeichnen. Hat man sich bei Capitol Records (EMI) etwa nicht getraut, den Longplayer ins heißumkämpfte Weihnachtsgetümmel zu werfen oder ist das Label dem Konkurrenzkampf ganz bewusst aus dem Weg gegangen, um die Wichtigkeit des Themas zu unterstreichen?

Noch darf gerätselt werden. Fakt ist, dass 2¼ Jahre nach der B-Seiten-Sammlung „The Malevolence Of Mando Diao: The EMI B-Sides 2002-2007“ (10/2009) nun die erste Hit-Auswertung der Schweden ansteht. Eine nette Anekdote dazu: Mando Diao waren einst beim Majorlabel EMI unter Vertrag, das die Band behutsam aufbaute und dann an den Global Player Universal Music verlor. Dort lieferten die Schweden mit „Dance with somebody“ sogleich ihren bis dato größten Singlehit ab, was beim abgebenden Label für schwere Schnappatmung gesorgt haben dürfte.

Doch Zeiten ändern sich. Inzwischen hat sich Universal Music den Mitbewerber EMI einverleibt, sodass auf der ersten Mando-Diao-Werkschau 22 Songs aus der EMI- und Universal-Phase einträchtig nebeneinander präsentiert werden können. Den Fan und Hörer wird es freuen. Denn so erhält der Käufer nicht nur den immer noch im Radio rotierenden Breitwandhit „Dance with somebody“ und die großen Balladen „All my senses“ und „Mr. Moon“, sondern auch herrlich hingerotzte, aber dennoch hochmelodische Tracks wie „Long before rock’n’roll“, „Down in the past“, „Sheepdog“, „Mean street“ und „Welcome home, Luc Robitaille“ (um nur ein paar zu nennen) auf einem randvollen Tonträger, der sich in der Deluxe Edition um eine DVD mit noch einmal 25 Tracks ergänzt.

Dass dieses Album dann doch vielleicht ein kleines bisschen für das Weihnachtsgeschäft vorgesehen war (selbst in Schweden erscheint die CD erst im Januar 2012), zeigt der einzige neue Song auf „Greatest Hits Volume 1“. Denn mit „Christmas could have been good” ist der Tatverdacht allein schon aufgrund des Titels eindeutig belegt, wobei das Stück wie ein französisches Chanson auf Abwegen klingt. Sehr hübsch und tatsächlich nur anhand des Titels als Weihnachtslied zu entlarven.

So bleibt am Ende eine Werkschau einer Band, die Ende der 90er Jahre als Geheimtipp gehandelt wurde und seit ihrem Debüt „Bring ‘Em In“ (2002), das in Deutschland erst zwei Jahre später auf den Markt kam, stetig zugelegt hat und seitdem zu einem unverzichtbaren Teil der europäischen Rockszene gehört. Nachzuhören: Genau hier!

Anspieltipps:

  • Gloria
  • God knows
  • Mean street
  • Dance with somebody
  • You can’t steel my love
  • Long before rock’n’roll
  • Never seen the light of day

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