Takk - In Diesen Tagen - Cover
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Takk In Diesen Tagen


  • Label: Monster Artists Entertainment
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Es geht in den Liedern auf „In diesen Tagen“ vor allem um eins: Abschied, Tod, Liebe und Neubeginn. Takk leiden und hoffen mit poppigem Indie-Rock.

„Takk“ ist eigentlich isländisch und bedeutet übersetzt „Danke“, doch mit isländischer Musik á la Sigur Rós haben die Bamberger nur wenig zu tun. Takk machen deutschen Indie-Rock mit süddeutschen Charme und Texten voller Herzschmerz, Abschied und Neuanfang. Alles begann, als Dieter Georg Müller alias D.D. Windisch sich 2009 dazu entschloss seine alte Beatpunk-Band The Go Faster Nuns hinter sich zu lassen und musikalisch neue Wege zu gehen. Gemeinsam mit Stephan Lamprecht (Gitarre, Gesang), Alexander Päsler (Schlagzeug) und Matthias Then (Bass, Gesang) entstand kurz darauf Takk und seitdem sind die vier Jungs gemeinsam in Deutschland unterwegs. Ihre Vorbilder sind Nirvana, Dinosaur Jr. oder Neil Young, aber auch neue Singer-Songwriter wie Gisbert zu Knypausen.

Die hochgesteckten Vorbilder erreichen Takk allerdings mit ihrem ersten Album „In diesen Tagen“ derzeit noch nicht: Die markante Stimme des Sängers Dieter Georg Müller, erinnert an rauchigen Rock von Madsen mit Texten, die man derzeit vor allem von Bands wie Jupiter Jones kennt. Ein bisschen Pathos von Casper und dazu ein wenig Experimentierfreude von The Notwist und fertig ist der Sound von Takk. Alles klingt ein bisschen düster und melancholisch, doch genau so soll es auch sein, sagt Sänger D.D., denn im Kontrast zu den eher traurigen Texten steht der „poppige und powervolle“ Sound, die energiegeladenen Gitarren und das treibende Schlagzeug.

Es geht in den Liedern auf „In diesen Tagen“ vor allem um eins: Abschied, Tod, Liebe und Neubeginn. Es wird gelitten und gehofft, wie in der Vorabsingle „Letzte Ausfahrt“ und auch der Intro-Song „In der Nacht“ beginnt bereits mit der Zeile: „Wenn es dunkel wird heut Nacht / tausendmal an dich gedacht / Lass mich bei dir sein“. Man stellt dabei auch fest, dass der Sound zwar gut nach vorne geht, es aber inhaltlich etwas hapert. Die Texte strotzen nicht unbedingt immer vor lyrischem Feingefühl und erinnern zum Teil an Schülerbands aus der Oberstufe.

Produziert wurde „In diesen Tagen“ von Sven Peks, der unter anderem für Turbonegro und Flo Mega bereits hinter dem Mischpult saß. Seit Anfang 2011 bastelten die vier Jungs bereits an ihrem Debütalbum „In diesen Tagen“ und wollen jetzt endlich „die Welt anhalten“ und die Charts stürmen. Vielleicht rührt daher auch ein klein wenig der Bandname: Takk, Danke, für die Geduld.

Anspieltipps:

  • In der Nacht
  • Letzte Ausfahrt
  • In diesen Tagen

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