The Little Willies - For The Good Times - Cover
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The Little Willies For The Good Times


  • Label: Blue Note/EMI
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

The Little Willies, das sind Lee Alexander (Bass), Jim Campilongo (Gitarre), Richard Julian (Gitarre, Gesang), Dan Rieser (Schlagzeug) und – Achtung, jetzt wird’s kommerziell – Norah Jones (Piano, Gesang), die sich in dieser Formation im Jahr 2003 zusammenfanden und mit ihrem bis dato einzigen Album im Jahr 2006 einen beachtlichen Top-50-Platz in den amerikanischen Billboard Charts errangen.

Der Überraschungserfolg der in der Folk- und Country-Musik angesiedelten Band ging in weiten Teilen auf das Konto von Norah Jones, die ein Jahr zuvor mit ihrem Solodebüt „Come Away With Me“ (02/2002) als neue Jazz-Sensation auf der ganzen Welt gefeiert wurde, was sich wiederum in acht Grammy-Auszeichnungen und mehr als 20 Millionen verkauften Alben widerspiegelte. Doch auch im Verbund einer Band, abseits des Jazz und mit festen Rollenverteilungen macht sich die inzwischen 32jährige New Yorkerin sehr gut.

Mit ihren Freunden von den Little Willies, die über halb Amerika verstreut residieren (Kalifornien, Massachusetts, Texas, Delaware), frönt Norah Jones entspannten Country-Klängen, die überwiegend aus Coverversionen bestehen. Das war auf dem Debüt so und ist auf dem jetzt vorgelegten Zweitwerk „For The Good Times“ noch drastischer. Darauf werden ein Dutzend Stücke u.a. von Loretta Lynn, Willie Nelson, Johnny Cash, Kris Kristofferson, Lefty Frizell, Dolly Parton und Jeff Beck interpretiert, als hätten sich ein paar Freunde nach vielen Jahren in einem Saloon wiedergetroffen und spontan ein Konzert anberaumt – locker, gelöst, mit viel Spielfreude und Liebe zum Detail.

Dass der Hörer auf „For The Good Times“ handgemachte Musik erwarten darf, muss im Prinzip nicht extra erwähnt werden. Auf dieser Platte ist alles echt und das hört man deutlich raus. Das Ganze wurde in eine wohlig-warme Produktion verpackt, bei der die ruhigen Titel deutlich in der Überzahl sind. Lediglich in „Worship you”, „If you’ve got the money I’ve got the time“, „Tommy Rockwood” und „Fist city” geht es mal etwas „heftiger” zur Sache. Sehr schön ist dabei abwechselnde bzw. auch Duett-Gesang von Norah Jones und Richard Julian, die sich elegant die Bälle zuspielen und dieses Album gekonnt in den Hafen steuern

Anspieltipps:

  • Jolene
  • Lovesick blues
  • Remember me
  • Fort he good times
  • Permanently lonely

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