Gruff Rhys - Hotel Shampoo - Cover
Große Ansicht

Gruff Rhys Hotel Shampoo


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Als Sänger und Gitarrist der walisischen Psychedelic-Rock-Formation Super Furry Animals ist Gruff Rhys seit 1995 aktiv. Er rechtfertigt mit seiner Band und den teilweise experimentellen Zügen dieser die hohe Anerkennung in verschiedenen Musikbereichen. Darüber hinaus verewigte sich Gruff Rhys durch Gastbeiträge für Mogwai, Simian Mobile Disco, Gorillaz und andere, kommt nun aber auch in Sachen Soloalben bereits auf das dritte im Bunde mit dem Namen „Hotel Shampoo“. In Verbindung mit dem prägnanten Albumcover steht der Titel des Longplayers für die Leidenschaft des Walisers, auf Touren Mini-Shampooflaschen zu sammeln und diese als biographische Eckdaten zu horten. Nebenbei sehen sie auch einfach noch gut aus, was die farbenfrohe Selektion auf dem Cover zeigt und die überaus bunte Pop-Pracht von „Hotel Shampoo“ unterstreicht.

Feierlich arrangiert ertönen Bläser, Synthesizer, filigrane Gitarrenspuren, Streicher, allerlei Percussions und über allem die Macht des Songwritings von einem, der nahezu zwanzig Jahre im Geschäft ist. Da wechselt Gruff Rhys spielend leicht vom karibischen Flair eines „Sensations In The Dark“ zum tragisch anmutenden „Vitamin K“, wo das Piano, herumstreunende Sounds und dem Soundtrack zum „Traumschiff“ entliehene Streicher eine Symbiose eingehen, die nah am Kitsch entlang schrammt, doch in jeder Sekunde auf der Bahn ins Glück verweilt. Luftiger, locker ins Ohr wandernder Pop mit vielen intelligenten Wendungen, Beigaben aus Sixties-Pop sowie Filmmusik und einer Stimme, die zwar nicht die Sinne beraubt, doch mit einer eigenen Note ausgestattet die Songs dorthin bringt, wo sie ihre Bestimmung finden.

Ins Herz nämlich, lässt man diese kurzweilige Unterhaltung an sich heran. Der Geist darf eine Pause machen, denn „Christopher Columbus“, „Patterns Of Power“ und schließlich „Rubble Rubble“ bringen den Longplayer zu einem Abschluss, der flotten Pop, elektronische Grundierung und sehnsüchtige Balladen vereint, ohne jemals das Ziel aus den Augen zu verlieren. Kein Album für die Ewigkeit, kein Werk, an dem man tagelang knabbern muss: „Hotel Shampoo“ ist für den Moment gemacht. Ein Moment, den man festhalten möchte.

Anspieltipps:

  • Sensations In The Dark
  • Take A Sentence
  • Christopher Columbus
  • Patterns Of Power

Neue Kritiken im Genre „Indie-Pop“
8/10

Sweet Sweet Silent
  • 2017    
6.5/10

Halb Oder Gar Nicht
  • 2017    
Diskutiere über „Gruff Rhys“
comments powered by Disqus