Justin Bieber - Never Say Never - Cover
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Justin Bieber Never Say Never


  • Label: Paramount Pictures
  • Laufzeit: 111 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Never Say Never“ ist nicht unbedingt hochwertige Unterhaltungskultur, aber im Hinblick auf die Zielgruppe ist die Dokumentation passend zurechtproduziert.

Erwähnt man in einer Runde Menschen (die allesamt über 14 Jahre alt sind) den Namen Justin Bieber, geht das Gestöhne bereits los. Kein Mensch interessiert sich für den noch recht jungen Sänger, obwohl die Mehrheit bis dato noch nicht einmal ein Lied von ihm gehört hat. Es gehört zum guten Ton Justin Bieber nicht zu mögen. Aufgrund dieser Unwissenheit startete die Verfasserin dieser Zeilen ein Selbstexperiment und wagte sich an den Kinofilm „Justin Bieber: Never Say Never“. Mit dieser Dokumentation brachte „The Biebs“ Anfang des Jahres international die Kinokassen zum Klingeln. Doch was steckt wirklich hinter einem Film über einen 17jährigen Jungen, mit dieser charakteristischen Frisur, der mit Vorliebe einen lila-farbenen Kapuzenpullover trägt und immer von seinem „Baby“ singt?

Es handelt sich bei „Justin Bieber: Never Say Never“ um eine Mischung aus Konzerterlebnis und biographischer Dokumentation des kleinen Pop-Sternchens: Justin Bieber wuchs in einer Kleinstadt Kanadas auf und hatte seine ersten Auftritte während verschiedenster Talentwettbewerbe, bis seine Mutter ein paar Videos von ihrem talentierten Sohnemann bei YouTube veröffentlichte. Nachdem die Klicks in die Höhe gingen und sich die Videos von dem kleinen Musiker verbreiteten, wurde Scott „Scooter“ Braun auf ihn aufmerksam, der heute dank Justin Bieber zu den erfolgreichsten Managern in der Musikszene gehört.

Das Hauptaugenmerk von „Justin Bieber: Never Say Never“ liegt auf seinem ausverkauften Auftritt im „Madison Square Garden“, der berühmtesten Konzerthalle New Yorks. Im Wechsel sieht der Zuschauer also Ausschnitte dieses Konzertes im Wechsel mit Rückblicken auf sein noch junges Leben. Freunde und Familienmitglieder kommen zu Wort, die dem Zuschauer vermitteln sollen: Ein ganz normaler Junge hat es in die große weite Welt geschafft.

Natürlich fällt es den meisten von uns sicherlich schwer dem Milchbubi Justin Bieber ernsthaft Beachtung entgegenzubringen oder noch viel eher ehrliche Begeisterung. Doch „Never Say Never“ ist eine niedlich aufbereitete Dokumentation, die angenehm kurzweilige Unterhaltung bietet. „Justin Bieber: Never Say Never“ vermittelt ein sympathisches Bild eines jungen Pop-Musikers, der es durch Zufall an die Spitze des Pop-Olymps geschafft hat. Genau hier liegt allerdings auch der Haken: Natürlich ist die Dokumentation von vorne bis hinten inszeniert. Kein einziger negativer Aspekt überschattet auch nur eine Sekunde des Films, mal abgesehen von der schlimmen Grippe, die Justin Bieber kurz vor seinem wichtigen Auftritt plagt.

Justin Bieber strahlt sich mitsamt seiner Musikerfreunde Miley Cyrus, Boyz II Men und Usher durch „Justin Bieber: Never Say Never“ und bringt kleine Mädchenherzen zum Ausrasten. Aber Justin Bieber ist derzeit ein Phänomen der jugendlichen Popkultur und man kommt kaum drumherum, sich nicht zumindest versehentlich einmal mit ihm zu beschäftigen. Das Einzige, was vielleicht ansatzweise ähnliche Begeisterung bei Teenagern derzeit hervorruft, sind allerhöchstens die „Twilight“-Filme. Doch wer die Wahl zwischen einem 17jährigen talentierten Musiker und einem glitzernden Vampir geht, sollte sich besser auf die musikalische Seite schlagen.

„Justin Bieber: Never Say Never“ ist nicht unbedingt hochwertige Unterhaltungskultur und auch die blechernen Pop-Töne sind nicht gerade ein Ohrenschmaus, aber im Hinblick auf die Zielgruppe ist die Dokumentation immerhin passend zurechtproduziert.

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