Inna - I Am The Club Rocker - Cover
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Inna I Am The Club Rocker


  • Label: B1 Recordings/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 135 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Rumänin Elena Alexandra Apostoleanu alias Inna (25) stellt seit ein paar Jahren mit freizügigen Outfits und Euro-Dance-Songs, wie man sie seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr gehört hat (damals gehörten Acts wie Snap!, 2 Unlimited, Dune, Mr. President, Dr. Alban oder auch Culture Beat zur Speerspitze des Szene), Teile der europäischen Dance-Charts u.a. in Großbritannien, Spanien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Schweiz, Deutschland und natürlich im heimischen Rumänien mit Top-Platzierungen auf den Kopf.

Ende 2008 erschien mit „Hot“ die erste Single Innas vom gleichnamigen Album, mit der der Startschuss zu einer ungewöhnlichen Erfolgsserie gegeben wurde, die sich sukzessive quer durch die europäischen Charts zog und selbst vor Ländern wir Thailand oder den USA keinen Halt machte. Das ist insofern ungewöhnlich, weil Innas Dance-Sound die meiste Zeit hoffnungslos veraltet klingt und ihr rumänischer Akzent auch eher putzig als professionell ist. Doch diese Kombination aus unsauberem Englisch und trashigen Klängen störte bereits beim russischen Girl-Pop-Duo t.A.T.u. nicht wirklich jemanden und so geht die Erfolgsgeschichte von Inna mit „I Am The Club Rocker“ in die nächste Runde.

Auf „I Am The Club Rocker“ präsentiert die 25-Jährige nicht nur ein dickes Bündel neuer Tracks, sondern verteilt auf zwei CDs auch alle Songs des ersten Albums „Hot“. Damit erhalten die deutschen Hörer auf einen Schlag einen exklusiven Einblick in das gesamte Oeuvre der Rumänin, obwohl es das „Hot“-Album (10/2010) auch hierzulande ganz normal zu erwerben gab. Na ja, macht nichts. So gestaltet sich der Hörgenuss von „I Am The Club Rocker“ eben wie ein weit über zweistündiger Megamix aus charmant-naiven Dance-Popsongs, die direkt aus der Zeitmaschine kommend auf die Tanzfläche drängen.

Dort und nur dort fühlen sich Stücke wie „Sun is up“, „Club rocker“, „Fever“, „Hot“ oder „Amazing“ auch am wohlsten. Denn für das normale Radio-Programm sind sie zu sehr an den üblichen Dance-Mechanismen orientiert, was vor allem bei den zahlreichen Remix-Versionen deutlich wird, die sich auf dem zweiten Silberling die Klinke in die Hand geben und den Eindruck eines nimmer enden wollenden Bandwurm-Mixes noch mehr verstärken.

Trotz des Siegels „Rumänischer Euro-Dance-Pop“ reicht ein Album wie das vorliegende nicht für den Status eines Kultobjekts aus, auch wenn die Kombination förmlich danach schreit. Unterm Strich sind die Songs zwar tanzbar, aber haben nur selten Melodien, an die sich der Hörer auch später noch erinnern kann. Zumindest das hatten die Acts der 90er Jahre der guten Inna voraus.

Anspieltipps:

  • July
  • Amazing
  • On & On
  • We’re going in the club
  • Club rocker (Mike Candys Edit)

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