The Bulletmonks - Royal Flush On The Titanic - Cover
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The Bulletmonks Royal Flush On The Titanic


  • Label: Deaf Shepherd/INDIGO
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Bulletmonks liefern, was Nürnberger Handwerksarbeit verspricht.

Wie lange müssen wir noch warten, bis Jack Black das Schauspielern wieder hinten anstellt, um uns mit einem neuen Tenacious D-Album zu beglücken? „The Rise Of The Phoenix“ ist für 2012 angesetzt, aber ein genaues Release-Datum steht noch nicht fest. Wer schon vor drei Jahren die Warterei satt hatte, bekam mit den Bulletmonks eine Alternative aus Deutschland. Die Nürnberger starteten vor drei Jahren mit ihrem harten, aber nicht ganz ernsten Debüt „Weapons Of Mass Destruction“ ordentlich durch. Überzeugen taten sie besonders, wenn sie ihr Genre humoristisch angingen. Jetzt soll mit dem „Royal Flush On The Titanic“ nachgelegt werden und die Vorzeichen sind nicht schlecht.

Im Kleinen hat der deutsche Vierer es schon vor drei Jahren geschafft, an eben Jack Black oder auch System Of A Down zu erinnern. Das ganze Konzept wurde dann mehr mit alt betuchten, aber immer noch knackigem Heavy Metal garniert. So klingt die Band meist ernster, als sie das teilweise möchte. Bevor hier aber das Bild einer Spaßband aufkommt, sollen auch ihre seriösen Töne in Form von z.B. „Do You Believe“ angesprochen werden. Auch S.O.A.D. Ist schließlich keine reine Spaßtruppe. Die östlich angehauchten Anleihen in „Do You Believe“ aber auch „Blood, Money And Awe“ machen gleich ein gutes Tempo fest.

Solange man sich nicht an dem konventionellen Ansatz der Band stört, der Hardrock und Heavy Metal vorzieht, findet man hier schnell die Epen, die auch S.O.A.D. Groß gemacht haben und zu denen auch ein Jack Black immer wieder zurück kehrt. Ausgerechnet der Titeltrack verfehlt nicht nur die Härte der ernsteren Songs, sondern auch den Witz, den die band in einigen Liedern an den Tag legt. Hier und da lassen die Lieder dann auch die nötige Härte und rotzfreche Tempowechsel wie die großen Vorbilder vermissen (z. B.„Whisper, Regret“). Das mit Blues versetzte „Ever Thought About Life“) ist trotz seiner sanften Note, gerade weil es unerwartet ist, sehr willkommen.

Das Album wirkt zu keiner Zeit gestreckt und in die Länge gezogen. Die Bulletmonks liefern, was Nürnberger Handwerksarbeit verspricht. Meistens sogar noch ein Stück mehr. So auch in „Don' Mess With The Barkeeper“, wenn der versprochene Spaß in Form eines guten Rats an den Hörer gebracht wird. Ansonsten jagen sich die Metal typischen Refrains, die mit hohen Stimmen auf feurigen Gitarren über die gesamte Spieldauer preschen. (Paradebeispiel gerade zum Abschluss „Legendary“). Mit „You Want Me To Hang“ gibt es auch noch eine Messlatte für den dieses Jahr noch folgenden Output von Tenacious D. Viel besser hätte Jack Black es auch nicht machen können. So bestätigen die Bulletmonks ihren guten Ruf und meistern das schwierige zweite Album bravurös.

Anspieltipps:

  • You want Me To Hang
  • Don' Mess With The Barkeeper
  • Do You Believe

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