Dente - Io Tra Di Noi - Cover
Große Ansicht

Dente Io Tra Di Noi


  • Label: Ghost Records/ALIVE
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die ersten Veröffentlichungswochen eines Jahres, wenn die Promotionagenturen der Majorlabels noch ihren Silvesterrausch ausschlafen, sind häufig für kleinere Indie-Themen reserviert, die in dieser nicht so sehr mit sogenannten Top-Themen überlaufenden Zeitspanne die Gunst der Stunde nutzen wollen, um in den Medien nicht wie sonst als Randnotiz abgestempelt zu werden. Da werden dann zum Beispiel Künstler wie Dente alias Giuseppe Peveri (35) als „The next big Thing“ und der Beck Hansen Italiens beworben und gehofft, dass das auch jemand glaubt.

Der Independent-Musiker aus Italien veröffentlichte mit „Io Tra Di Noi“ im Oktober 2011 seinen vierten Longplayer auf dem kleinen Label Ghost Records und erreichte damit einen vorzeigbaren 15. Platz in den heimischen Charts. Das Album wurde von Tommaso Colliva (Muse, Franz Ferdinand) produziert und enthält ein Dutzend Indie-Popsongs, die mit unaufgeregten Arrangements und in der Muttersprache des Künstlers vorgetragen werden. Dabei agiert Giuseppe Peveri nicht alleine, sondern im Verbund mit einer Band, die den handgemachten Charakter der Stücke unterstreicht.

Obwohl der typisch italienische (Pop-)Charme hier und da aufblitzt („Piccolo Destino Ridicolo“) und die Melodien durchaus ein paar interessante Anhaltspunkte bieten („Da Varese A Quel Paese“), ist „Io Tra Di Noi“ nur eingeschränkt mit der Musik der üblichen Verdächtigen des Italo-Pop zu vergleichen. Dente verfolgt tatsächlich mehr die Indie-Schiene und lässt dabei neben minimalistischen Akustiksongs wie „Due Volte Niente“ und „Cuore Di Pietra“ auch hier und da Bläser („Pensiero Associativo“) sowie Streicher („Giudizio Universatile“) bzw. beides zusammen („Saldati“) zum Einsatz kommen.

Damit hebt sich Dente von den geläufigen Hörgewohnheiten in Sachen Italo-Pop ab, den die Mainstream-Acts des Landes geprägt haben. Besser oder schlechter wird „Io Tra Di Noi“ dadurch freilich nicht. Was der Hörer geboten bekommt ist okay, aber in seiner Wirkung noch nicht stark durchsetzungsfähig genug, um sich für internationale Ansprüche zu qualifizieren.

Anspieltipps:

  • Giudizio Universatile
  • Pensiero Associativo
  • Piccolo Destino Ridicolo

Neue Kritiken im Genre „Indie-Pop“
5/10

Mints
  • 2017    
Diskutiere über „Dente“
comments powered by Disqus