Lamb Of God - Resolution - Cover
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Lamb Of God Resolution


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Etwas mehr Mut würde den Herrschaften ganz bestimmt nicht schaden.

Vor „Wrath“ (02/2009) waren Lamb Of God noch die Metalband, die es trotz eigenständigem Klangbild und 3 Millionen verkauften Alben noch nicht geschafft hat zur Elite im Metalzirkus aufzuschließen. Mit „Resolution“ wird sich daran kaum etwas ändern, denn obwohl der Vorgänger bis auf Platz 2 der amerikanischen Billboard Charts kletterte, fungieren Randy Blythe (Gesang), Mark Morton (Gitarre), Will Adler (Gitarre), John Campbell (Bass) und Chris Adler (Schlagzeug) weiterhin als Metalband mit eingeschworener Fangemeinde, die den Metalcore mit einzigartigem Drive veredelte, aber eigentlich nie irgendeinem Hype angehörte, geschweige denn 2012 damit beginnen will.

In diesem Sinne knallen viele der 14 neuen Tracks ordentlich in die Birne und erinnern an eine durchtriebene Mischung aus den besseren Tagen von Killswitch Engage (Klargesang ausgenommen) und einem wutentbrannten Unearth-Output. Im Klartext bedeutet das ein quicklebendiges Schlagzeug, sägende Riffs, ein ordentliches Pfund Groove und die heiseren Shouts von Blythe, der mit jedem weiteren Output angepisster als zuvor klingt, auf die Ohren zu bekommen. Allerdings benötigt der Hörer dieses Mal, obwohl immer wieder Anstrengungen unternommen werden um mit unvorhergesehenen Falltüren („The number six“) oder punkigen Ausläufern („Cheated“) Abwechslung in den knochentrockenen Metal der Amis zu bringen, ein wesentlich stärkeres Durchhaltevermögen als auf vorangegangenen Lamb Of God-Outputs, was auf die Mehrheit der stagnierenden Songs zurückzuführen ist.

Vieles wird vom Vorgänger aufgewärmt („Ghost walking“, „Visitation“), ist schlicht und ergreifend uninspiriert („Invictus“, „Insurrection“) oder weiß als 6 1/2 Minuten langer, modern agierender Brocken („King me“) oder Sludge infizierte Crowbar-Hommage („Straight for the sun“) selbst nicht so genau, wo es hin gehört. „Resolution“ ist sicherlich auf eine gewisse Art und Weise ambitioniert, der angestrebte Livesound der Band wurde wunderbar in die Studioaufnahmen aufgenommen und Lamb Of God machen auch weiterhin was sie wollen, wie der Fünfer im Pressetext beteuert, doch dazwischen herrscht leider einfach zuviel Leerlauf bzw. Altbekanntes in Hellgrün statt in Blassblau. „If we felt like putting out a polka record tomorrow, we would“ geben Blythe & Co. zu Protokoll. Okay, das will dann vielleicht doch niemand hören, aber etwas mehr Mut würde den Herrschaften ganz bestimmt nicht schaden.

Anspieltipps:

  • Cheated
  • Desolation
  • The Undertow
  • The Number Six

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