Wiley - Evolve Or Be Extinct - Cover
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Wiley Evolve Or Be Extinct


  • Label: Big Dada/Rough Trade
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit gut 15 Jahren ist Wiley als Produzent und Künstler in seiner britischen Heimat mit großem Anklang unterwegs. Für die in UK florierenden Genres wie Jungle, Drum & Bass und nun eben die Verquickung von Dubstep und HipHop namens „Grime“ gilt er dort als Pionier mit konstanter Nähe zum Underground. Auch wenn es bis zum Debüt „Playtime Is Over“ (2007) noch einige Zeit dauerte und das Folgewerk „100 Percent Publishing“ vier Jahre später kam, umso schneller schickt er nun das dritte Album „Evolve Or Be Extinct“ in den Ring. Gerade einmal ein halbes Jahr nach dem Release des Vorgängers sprechsingt sich Wiley wieder den Alltag von den Lippen, pendelt zwischen verschiedenen elektronischen beat-geprägten Spielarten und gibt sich wahrlich keine Blöße, wenn es um wirbelnden Wortwitz und ebensolche Beats geht.

Der Titeltrack ist ein echtes Feuerwerk aus fetten Beats, die schleichend pumpen und genauso rasant abgefeuert werden. Partytauglichkeit im intelligenten Songaufbau wird auf „Evolve Or Be Extinct“ während der gesamten Spieldauer groß geschrieben, denn dunkle Basslines, harte Percussions und wenig magenschonende Rhythmen gehen Hand in Hand mit den unterhaltsam augenzwinkernden Vocals und können auch in gradlinige Disco-Sounds von „Boom Blast“ münden. Da ist es nicht überraschend, dass „I'm Skanking“ die Chance nutzt und metallische Handclaps in treibend pulsierender Tanzflächentauglichkeit unterbringt. Doch es packt eben nicht nur der Groove, der Ohrwurm um Ohrwurm weiter in die Hirnwindungen drängt, sondern es sind auch die ausgearbeiteten Wendungen und intelligenten Wechsel der Sounds aus dem Synthesizer, die den Beats in nichts nachstehen und als Krönung Wileys Sprechgesang, einem Wasserfall gleichend.

Auch wenn der Druck etwas gedrosselt wird, zünden die Ideen und machen „Miss You“ zu einem, von Vocoder geprägten, entspannt groovenden Tribal-Pop samt balladesker Note. Ruhige, leise Töne sind zwar generell nicht die Sache von Wiley, lockern diesen wild funkelnden Reigen an tiefer gelegten Beats, dunklen Effekten und amüsant antreibenden Vocals jedoch im richtigen Maße auf. So landet „Evolve Or Be Extinct“ in der Gesamtheit vor dem letzten Album und zeigt sich deutlicher zielgerichtet und konsequent.

Anspieltipps:

  • Evolve Or Be Extinct
  • Boom Blast
  • Scar
  • Miss You

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