James Cleaver Quintet - That Was Then,This Is Now - Cover
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James Cleaver Quintet That Was Then,This Is Now


  • Label: Hassle Records
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
2.9/10 Leserwertung Stimme ab!

The James Cleaver Quintet als Name, ein retrospektiv gehaltenes, buntes Cover. Wer soll da auf die Idee kommen, dass es sich bei den Jungs um Post-Hardcore-Fetischisten handelt? Mit einer ordentlichen Gewichtung auf das Hardcore schreien sich die Jungs zu Alternative Rock die Seele aus dem Leib. Weniger an At The Drive-In als an Blakfish sollte man bei diesem Unwetter an Musik aber denken. Ob das Quintett aber auch wirklich genug Energie hat, um genau wie Blakfisch mit „Champions“ einen Durchmarsch hinzulegen, ist was am Ende gilt.

Ohne mit der Wimper zu zucken liefern The James Cleaver Quintet oder kurz The JCQ ein Feuerwerk an treibender Rockmusik, die hart und ehrlich klingt. Wer mit Screamo-Musik allerdings nichts anzufangen weiß, merkt gleich, dass er von „That Was Then, This Is Now“ besser die Finger lässt. Im Gegensatz zu den schottischen Kollegen von Blakfish schaffen es The JCQ nach dem knallenden Auftakt durch „Golfing Pros, Bitches And Hoes“ und „Chicken Shit (For The Soul)“ nicht mehr so ganz die Melodien und den Drive zu bieten, der den Hörer umwirft. „Think Or Swim“ und „Don't Just Stare At It, Eat It!“ ballern ebenfalls mit Energie und feschem Rock um sich, aber das Rezept der ersten beiden Songs findet hier schon Wiederverwendung, was bei kritischen Hörern durchaus für saures Aufstoßen sorgen kann.

Aber zum Glück bietet das Debüt der sympathischen Spinner noch mehr. Unter anderem „The JCWhos?“, welches zwischen Jazz-Einlagen und Hardcore hin und her springt, als wäre es eine Seilsprungübung. Diese Tempowechsel sind es, die schon Blakfish so überzeugend gemacht haben. Allein die Anleihen beim Gesang Richtung Metallica wären nicht nötig gewesen. Dann geht es sogar Richtung reinem Hardrock („Pinks & Blues“) und tanzbarem Alternative („Trading Water“). Auf der Gegenseite stehen die völlig überflüssigen Intermezzi in Form von „I“ und „II (Reprise)“, die sich so gar nicht ins Gesamtbild fügen wollen.

Abgesehen von ein, zwei Deja Vus bei all den Hardcore-Nummern bietet „That Was Then, This Is Now“ viel Abwechslung, noch mehr Energie und ist phasenweise unumgänglich für Post-Hardcore-Fans. Die gekonnten Wechsel zwischen Punk, Hardcore, Alternative und auch Hardrock sind beachtlich und sorgen auch nach mehrmaligem Hören immer noch für Verzückung und zuckende Glieder.

Anspieltipps:

  • Chicken Shit (For The Soul)
  • Trading Water
  • The JCWho?

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