Matt Pryor - May Day - Cover
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Matt Pryor May Day


  • Label: Arctic Rodeo Recordings
  • Laufzeit: 30 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die CD ist leider nach einer halben Stunde vorbei und trotz dieser kurzen Zeit spürt man das Songwritingtalent des Vollblutmusikers Matt Pryor in jeder Note.

Der neueste Trend im Internet nennt sich http://de.wikipedia.org/wiki/Crowdfunding: Das bedeutet, dass mittels einer virtuelle Plattform private Geldgeber für Projekte für allen Sparten von Musik, Film, Soziales und vieles mehr gesucht werden. Dabei setzt man auf die große Masse, die man im Internet eben erreichen kann. Das bekannteste deutsche Portal nennt sich http://www.startnext.de und hat schon einige Projekte finanziert. In den USA nennt sich das http://www.kickstarter.com Dort wurden bisher sagenhafte Summen von 100 Millionen Dollar erzielt und das in drei Jahren Existenz dieser Seite.

Auch Musiker profitieren davon, denn der Sänger der Bands Get Up Kidsund New Amsterdams Matt Pryor konnte dank dieser Möglichkeit durch die Unterstützung seiner Fans eine neue Soloplatte aufnehmen. Hierzulande nahm sich das Label http://www.arcticrodeorecordings.com aus Hamburg der CD an und bringt sie nun in die hiesigen Läden. Es gab schon viele Frontmänner von Bands, die nur mit Akustikgitarre und ihrer Stimme bewaffnet, ihren Solotrip ausgelebt haben. Was macht also Matt Pryor daraus? Er setzt wirklich viel auf seine gute Stimme und lädt durch eine Art Liveatmosphäre den Hörer in sein Heimstudio ein: Es klingt alles wenig nachbearbeitet und live eingespielt und so entsteht ein intimes reduziertes Album, welches trotzdem durch ausgefeilte Details und die Entdeckung der einfachen Melodien und Strukturen begeistert. Die Mundharmonika, das Piano und die Akustikgitarre zeigen ein um das andere Mal, was sie zustande bringen, wenn jemand gute Songs komponieren kann.

Die CD ist leider nach einer halben Stunde vorbei und trotz dieser kurzen Zeit spürt man das Songwritingtalent des Vollblutmusikers Matt Pryor in jeder Note. Auch wenn nicht alles genial und innovativ beurteilt werden kann, sorgt doch die heimelige Grundstimmung der Songs für entspannte Unterhaltung und melancholische Momente beim Zuhören. Diese Mischung aus Country-, Folk- und Singer/Songwritermusik perlt angenehm aus den Boxen und gefällt vor allem durch Pryors betont altmodische Interpretation dieser Genres, die trotzdem modern klingt. Die Balladen wie das berührende „What My Tired Eyes Would View“ oder der flotte Countrytrack „Where Do We Go From Here“, welcher zum leichten Tanz bittet, bieten viel musikalische Abwechslung, um den Hörern die ganze Bandbreite des Künstlers Matt Pryor zu präsentieren. Dass seine Fans, wie anfangs erwähnt, diese Musik quasi mitfinanziert haben, krönt Matt Pryors Werk zusätzlich, ein wahrhaft gut klingende Investition der Internetgemeinde.

Anspieltipps:

  • Where Do We Go From Here
  • As If I Could Fall In Love Again
  • Polish The Broken Glass
  • What My Tired Eyes Would View

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