The Bianca Story - Coming Home - Cover
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The Bianca Story Coming Home


  • Label: Rent A Record Company
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein leichtfüßiges Album, das The Bianca Story konzentriert und voller Hingabe im internationalen Vergleich gehörig nach vorne bringt.

Die Schweiz setzt derzeit so manche Akzente in der Musiklandschaft und beheimatet auch das Quintett The Bianca Story, die sich für das Folgewerk zum Debüt „Hi-Society“ in den legendären Abbey Road Studios in London niederließen. Mit frischen Songs im Gepäck wurde diese Aufnahme- und Produktionsphase zu einer überaus intensiven Angelegenheit für die gesamte Band. Zudem stand ein Bläser- und Streicherorchester bereit, um den Songs von „Coming Home“ die überschwängliche Dichte zu geben, die The Bianca Story zu neuen Höhen verhalf.

Es hat sich einiges getan, darunter Tragisches wie der Tod ihres Managers Nigel, der die Aufnahme im berühmten Londoner Studio erst möglich machte und der dagegen fast schon nichtig wirkende, doch hörbar zu einer markanten Stärke führende, Wechsel der Plattenfirma. Diese, ab dem ersten Song zündende, Dringlichkeit im mannigfaltigen Indie-Pop von „Coming Home“ zeigt keine Berührungsängste und stellt ohne Umwege feierlich einen schillernden Zugang her. Ob nun der Opener „Afraid Of The World“ mit Glockenspiel und Akustikgitarre samt prägenden Drums und rockiger Attitüde alle Zeichen auf Sturm stellt oder der Titeltrack etwas bedächtiger britischer Pop-Tradition huldigt und im besten Sinne an The Divine Comedy oder gar Morrissey denken lässt: Euphorisch mundender kann so ein Auftakt kaum sein.

Weiter geht es mit „Bird Rocket“ in einer Pracht, die zweistimmigen Gesang von Elia Reidiger sowie Anna Waibel bereithält, flirrende Synthesizer und ein markant wirbelndes Schlagzeug, der diesen in alle Richtungen offenen Indie Pop-Kosmos immer wieder erdet und trotz der vorhandenen Dramatik so viel Tanzbarkeit ermöglicht. Es wundert schon, wie nachhaltig die verspielt antreibenden mit den nicht nur bildlich gemeinten Pauken und Trompeten verzierten Songs sind und doch schon nach kurzer Zeit zu vielfachen Ohrwürmern führen. Der Funk in „Brand New Vision“ sprudelt vor losgelöster Sinnlichkeit, „Eclat“ kümmert sich erst gar nicht um eine Zuordnung und gönnt sich Trial-Drumming im Break, während die Strophen sehnsuchtsvolle Weite verbreiten und „High & Low“ beschließt ebenso leichtfüßig ein Album, das The Bianca Story konzentriert und voller Hingabe im internationalen Vergleich gehörig nach vorne bringt.

Anspieltipps:

  • Coming Home
  • Bird Rocket
  • Brand New Vision
  • High & Low

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