Pepe Deluxe - Queen Of The Wave - Cover
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Pepe Deluxe Queen Of The Wave


  • Label: Catskills Records/ALIVE
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Aus Finnland kommt immer wieder Kurioses aus der Kulturwelt. Filmemacher wie die Kaurismäkis oder Musikinterpreten wie 22 Pistepirkko sind nur zwei Beispiele hierfür. Pepe Deluxe sind ein weiteres. Seit 1995 sind sie in Sachen Remix, Soundtrack, Samples und Pop unterwegs. Unter ihren Fittichen wurden z.B. „Burning Down The House“ von Tom Jones feat. The Cardigans oder auch Stücke von Eminem remixt. Zur Levi’s Twisted Jeans-Werbekampagne lieferten sie mit „Before You Leave” den Soundtrack ab.

Jari Solo aka James Spectrum und Paul Malmström sind Pepe Deluxe, 1999 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Super Sound“, 2003 erschien „Beatitude“ und „Spare Time Machine“ stammt aus dem Jahr 2007. Nun melden sie sich mit „Queen Of The Wave“ zurück, das mit dem Untertitel „An Esoteric Pop Opera In Three Parts“ den Hörer auf ein Konzeptalbum vorbereitet. Pepe Deluxe sind große Tüftler vor dem Herrn und schmücken ihre Pop-Oper mit vielen Details aus. Samples, Keyboards, Synthesizer, Flöten, Perkussion, Glockenspiel, Bass, Gitarren, Bläser und Singstimmen werden für das opulente Klangbild verwendet.

Wer für Pop-Opern etwas übrig hat, der dürfte glücklich werden mit „Queen Of The Wave“, denn das ist alles exzellent eingespielt und perfekt aufgenommen und in Szene gesetzt. Die Finnen schreckten auch nicht vor dem größten unterirdischen Musikinstrument der Welt zurück, sie sind die bisher einzigen, die die Stalakiten Orgel für eine Komposition eingesetzt haben, wofür sechs Jahre Planung und Durchführung notwendig waren um zwei Minuten Musik einzufangen. Ihre Pop-Oper beruht auf dem Science-Fiction-Roman „A Dweller Of Two Planets“ aus dem 19. Jahrhundert und dementsprechend fantasievoll bauen die Finnen ihre Klangwelten auf.

Pop-Opern und Konzeptalben sind nicht jedermanns Tasse Tee, für den Geschmack des Rezensenten sind Pepe Deluxe zu sehr Prog-Pop und zu perfekt produziert, mit der Betonung auf dem zu. Wer für die Prog- und Pop-Oper sowie opulente Klangkaskaden etwas übrig hat, der dürfte hier glücklich werden, alle anderen lassen besser die Finger hiervon.

Anspieltipps:

  • Queenswave
  • Go Supersonic
  • Riders On The First Ark
  • My Flaming Thirst

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