Jakob Royal - Jakob Royal - Cover
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Jakob Royal Jakob Royal


  • Label: Monster Artists Entertainment
  • Laufzeit: 55 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Noch ist es still um Jakob Royal, einen jungen Musiker aus dem Herzen der Hauptstadt. Ein echter Kreuzberger, der bereits seit frühster Kindheit, inspiriert von Alicia Keys und Seeed begann, eigene Musik mitsamt Schlagzeug, Gitarre und Piano zu machen. Gehör fand Jakob Royal damit bisher jedoch lediglich im Berliner Raum, in dessen Szene er sich dank einer großen Anzahl von Live-Auftritten einen Namen gemacht hat. Vor allem bei YouTube hat sich der 18jährige Berliner mittlerweile eine persönliche Fangemeinde aufgebaut, die seinen musikalischen Werdegang seit seinem 16. Lebensjahr begleitet. Sein erstes Album „Jakob Royal“ soll dem Songwriter nun dazu verhelfen, auch außerhalb der Musikszene Berlins Fuß zu fassen.

Klar definieren lässt sich der Stil, der auf „Jakob Royal“ zu hören ist nicht: Eine Mischung aus Reggae, gemischt mit Pop und einer Singer/Songwriter-Attitude. Selbst kleinere Rap-Einlagen wie in „Sometimes“ gibt es auf „Jakob Royal“ zu hören. Soulig und verträumt zeigt sich Jakob Royal gemeinsam mit Kingsley im Track „Alright” oder dem Skit „Baby With A Bullet“. Ohne Pauken, aber mit Trompeten hört man Jakob Royal auf „First Man On The Sun“ oder „Cool It Down“. „Throw You” gehören zu den etwas stärkeren Songs des Albums, das unterm Strich allerdings nicht unbedingt als Hit-Maschine durchgeht.

Vielseitig testet sich Jakob Royal auf seinem ersten Album aus, versucht sich in verschiedenen Stilrichtungen und legt sich weder musikalisch, noch sprachlich fest. Denn nicht nur das Genre setzt sich aus verschiedenen Stilen zusammen, auch textlich ist von Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch alles dabei, während jede der vier Sprachen einen ganz eigenen Charme bereithält. Doch zugegeben: Die Texte, die es auf „Jakob Royal“ zu hören gibt, sind keine poetischen Meisterwerke und wecken nicht unbedingt starkes Deutungsinteresse. Inhaltlich und musikalisch fehlt es Jakob Royal an einigen Stellen noch etwas an Feuer. „Freelosophy“ lautet die Lebensphilosophie, die Jakob Royal mit seinem Debütalbum zu vermitteln versucht und eben das gelingt dem Berliner relativ gut.

Cillige Sommermelodien, jedoch ohne allzu viel Tiefgang: Viele Songs plätschernd etwas zu seicht dahin, anstatt einzuschlagen. Jakob Royal klingt wie eine Mischung aus Jack Johnson oder Martin Jondo und lässt damit im kalten Februar bereits ein bisschen Sommerstimmung aufkommen. Zusammengefasst ist „Jakob Royal“ ein nettes Debüt, das gerne auf der nächsten Grill-Party im CD-Player landen darf. Aber bis dahin ist es noch ein wenig hin.

Anspieltipps:

  • Alright (feat. Kingsley)
  • Throw You
  • Get Up

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