Foster The People - Torches - Cover
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Foster The People Torches


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Foster The People können mit ihrem Debüt sicher einen Sommer überleben und den Hörer erfreuen.

Die kalifornische Band Foster The People gehört in die Kategorie „Das Internet kann Musik sekundenschnell weltweit bekannt machen“, der Musikblog-Suchmaschine http://hypem.com sei Dank. Ihr Song „Pumped up kicks“ gefiel nicht nur den vielen Hörern, sondern auch den Plattenfirmen, die die drei amerikanischen Musiker prompt verpflichteten. Sie klingen annähernd wie die New Yorker Band MGMT, wobei sie musikalisch nicht so durchgeknallt zu sein scheinen. Ein wenig Scissor Sisters scheint auch dabei zu sein, wenn man schon einmal Vergleiche ziehen möchte.

Die erste Single „Pumped up kicks“ verpasst dem Hörer mittels sehr einfach gestrickten Beats und 70er Jahre The Beach Boys-Feeling einen Ohrwurm, der sich gewaschen hat. Songs wie „Houdini“ geben dem MGMT-Vergleich Nahrung und da erklingt abermals absolut Hitverdächtiges. Das Debütalbum eröffnet „Helenabeat“, welches dagegen erst einmal einen Beat-Teppich ausrollt, der stark treibend beginnt, um dann der hellen Stimme von Mark Foster Raum zu geben, die den sehr elektronischen Track gekonnt aufhübscht.

„Miss you“ ist der einzige Song, der nicht so leicht ins Ohr geht und mit stampfenden Beats, etwas Keyboardgefrickel und leidenschaftlichem Gesang wenig radiotauglich zu sein scheint, ein Art Electro-Ballade soll das wohl sein. Eingängig und sommerlich leicht weben Foster, Pontius und Fink ansonsten ihren Electro-Pop-Klangteppich, der nicht nur mit „Pumped up kicks“ einen Hit aufweist, da findet man schon einige Kandidaten. Allerdings wünscht man sich manchmal schon mehr musikalische Verrücktheiten, die eben eine innovative Band ausmacht und sie aus der Masse hervorhebt.

Foster The People können mit ihrem Debüt sicher einen Sommer überleben und den Hörer erfreuen, danach muss noch etwas mehr Qualität dazugepackt werden, damit sie weiter solch einen erfrischenden Schlusssong wie „Warrant“ zustandebringen, der alle Vorzüge eines guten Electro-Popsongs erfüllt.

Anspieltipps:

  • Pumped Up Kicks
  • Houdini
  • Miss you
  • Warrant

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7/10

The Click
  • 2017    
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