Pete Philly - One - Cover
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Pete Philly One


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 97 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Pete Philly & Perquisite hieß das holländische Duo, dass Kritiker und Fans mit ihrer neuen Version von HipHop ab 2003 begeisterte. Zwei Alben erblickten das Licht der Welt und dann kam der Punkt, wo sich die Wege der beiden Künstler trennten. Pieter Monzon alias Pete Philly macht nun alles selbst und fast allein: Er fungiert als Produzent, Beats und Gesang/Rap stammen auch von ihm und wurden in seinem Amsterdamer Studio aufgenommen. Im Gegensatz zum Projekt Pete Philly & Perquisite, das auf die Verbindung von kühlen Beats, seltsamen Samples bzw. Geräuschen, Jazz und eben HipHop setzte, macht Pete nun sein eigenes musikalisches Ding: Sprechgesang und richtiger Gesang wechseln sich bei ihm ab, Soul, Blues und Singer/Songwritermusik vermischen sich zu einem Album, das gehört werden will.

Ob Beatbox, gospelartige Chöre oder elektronische Experimente, Pete Philly gelingt es, seine Version von HipHop in seinem Verständnis davon zu schaffen, welches Genregrenzen locker verwischt. Mit reichlich Textpassagen steht seine Stimme im Mittelpunkt und die Musik birgt einige musikalische Überraschungen, denn diese innovativen Momente hat Mister Philly von dem oben erwähnten Projekt übernommen. Die einzige Kollaboration ist die mit Alain Clarke, einem niederländischen Soulsänger, der im Duett namens „Let it go“ mit Pete richtig schön groovt.

Das Gute an dieser CD ist, das Philly einmal richtig pfeilschnell singt bzw. rappt und dann wieder richtig soulige Tracks aus seinem Kompositionskästchen heraus befördert, da lauscht man bei jedem Song gespannt, was als nächstes kommt. Der Hörer muss sich auf die Tracks einlassen und wird mit entspannten Songs und radiotauglicher und trotzdem anspruchsvoller Musik belohnt. Als Bonus gibt es bei der Digipak-Version eine interessante CD dabei, die aus dem Projekt Open Loops stammen: Pete Philly musizierte mit diversen anderen Musikern und stellte diese Werke auf seiner Website kostenlos zur Verfügung.

Auf satten 53 Minuten zeigt sich wieder die Bandbreite von Jazz, Songwritermusik, Soul, Blues bis zum HipHop in allen denkbaren Facetten, die Pete Philly mit seinen Gästen zelebriert.

Anspieltipps:

  • One
  • Ocean
  • Let It Go (ft. Alain Clark)

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