Ya-Ha! - Immer & Überall - Cover
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Ya-Ha! Immer & Überall


  • Label: Ya-Ha! Musik/SOULFOOD
  • Laufzeit: 33 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

In einer Musikerkarriere lässt sich leider viel falsch machen. Das fängt schon mit der Wahl des Bandnamens an und hört mit der dargebotenen Musik auf. Die Münchner Band Ya-Ha! – Janna Wonders (Gesang), Florian Schuster (Gesang, Raps), Dirk Dirksen (Gitarre) und Florian Laber (Bass) – landet in beiden Fällen einen Volltreffer.

Mit ihrem schreienden Bandnamen und der musikalischen Stilmischung aus Electro-Gitarren-Pop, New Wave und NDW-Einflüssen, die im Übrigen schon lange auf der Watchlist der Geschmackspolizei steht, fallen Ya-Ha! über den Hörer her und machen keine Gefangenen. Frontfrau (und Filmemacherin) Janna Wonders empfängt den Hörer mit einer Art des Gesangs, den man nur lieben oder hassen kann. In guten Momenten erinnert dies an Eva Briegel und ihre Band Juli („Alles & Eins“, „Herz bleibt stehen“).

Doch solche Momente sind auf dem knapp halbstündigen Album extrem rar gesät. Denn die Musik von Ya-Ha! soll wohl in erster Linie tanzbar sein. Und so rattern die Songs in monotonen Strukturen vor sich hin und fordern die Indie-Disco zum mitmachen auf. Das geht bei zwei, drei Songs gut („F.C.C.“, „Herz bleibt stehen“, „Alles & Eins“), doch es überwiegen die sowohl was die Musik als auch die Texte betrifft, arg konstruiert und bemüht wirkende Titel wie „Robotermädchen“ oder auch „Elektrisch ist die Nacht“.

Auch wenn es von der Band sicher nicht so gewollt war, hier dominiert ein am Reißbrett entworfenes Schema F, das trotz der kurzen Spielzeit ziemlich schnell auf den Geist geht und sich in der Gunst des Deutsch-Pop-Hörers ganz weit hinten anstellen muss.

Anspieltipps:

  • F.C.C.
  • Alles & Eins
  • Herz bleibt stehen

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