Dionne Bromfield - Good For The Soul - Cover
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Dionne Bromfield Good For The Soul


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Patenkind der verstorbenen Soulsängerin Amy Winehouse mit Album Nummer zwei.

Obwohl die Londonerin Dionne Bromfield noch keine 16 Jahre alt ist, bringt sie nach „Introducing Dionne Bromfield“ (2009) mit „Good For The Soul” bereits ihr zweites Album auf den Markt. Es erscheint wie schon ihr Erstling auf dem Lioness-Label der verstorbenen Soulsängerin Amy Winehouse, die gleichzeitig die Patentante und stimmliches Vorbild des blutjungen Gesangstalents ist.

Waren auf dem 2009er Longplayer noch ausschließlich Coverversionen zu hören, ist „Good For The Soul“ mit 14 eigenen Songs bestückt, an denen die 15-Jährige aktiv als Songschreiberin beteiligt war. Das Label geht sogar so weit und stellt in den Raum, dass Dionne Bromfield ihr Zweitwerk komplett im Alleingang komponiert hat. Das Booklet gibt allerdings darüber Aufschluss, dass Dionne Bromfield durchaus Hilfe beim Songschreiben erhalten hat.

Trotzdem soll dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir es hier mit einer absolut bemerkenswerten Newcomerin zu tun haben. Denn auch wenn der Teenager wie so viele andere Sängerinnen und Sänger auf der Neo-Soul-Welle mitschwimmt, muss konstatiert werden, dass Dionne Bromfield eine großartige Stimme besitzt, die absolut nicht an die eines Teenagers erinnert und die stilistische Nähe zu Amy Winehouse förmlich sucht (man höre nur den Track „Foolin‘“). Dass es zur Vollendung noch an Tiefe, Reife und Lebenserfahrung fehlt, ist normal. Trotzdem ist „Good For The Soul“ ein authentisches Werk geworden, das Erinnerungen an die junge Joss Stone weckt, die mit ihren ersten Alben euphorische Reaktionen erntete.

Mit der vorliegenden Platte findet der geneigte Hörer ein Soulalbum vor, das eine gelungene Balance aus modernen Zutaten („Yeah right“, „In your own world“) und feinen Vintage-Tunes aus der Motown-Ecke darstellt, die gleichwohl nicht altmodisch klingen („Too soon to call it love“, „Ouch that hurt“). Wer also irgendwie über den viel zu frühen Tod von Amy Winehouse hinwegkommen möchte, sollte sich dieses Album von Amys Nichte Dionne Bromfield anhören. Es könnte helfen!

Anspieltipps:

  • Foolin‘
  • Yeah right
  • A little love
  • Sweetest thing
  • If that’s the way you wanna play

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