Bondage Fairies - Bondage Fairies - Cover
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Bondage Fairies Bondage Fairies


  • Label: Audiolith/Broken Silence
  • Laufzeit: 29 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Dank gilt Scott Pilgrimm und He-Man, dass das Electro-Duo Bondage Fairies endlich im Mittelpunkt steht. Die Welt übergreifende Faszination des Hipstertums hat sich manifestiert und durchgesetzt und plötzlich lieben wir alle, was eigentlich jeder hasst oder nicht kennt. Nerds und Videospieler der alten Schule sind hip, genauso wie die ganzen Old-School-Serien von Anno Dezimal. Ob einfaches Game-Geklimper reicht, um ein ganzes Album auszufüllen.

Man hat die Indie-Disco schon vorm geistigen Auge, wenn „Clone“ die ersten Töne anschlägt. Der Gesang ist MGMT im Stimmbruch hinter einer Klangfassade versteckt und dazu eben noch Gitarren und Schlagzeug, die dem klimpernden Treiben einen Hauch Indie-Rock geben soll. Überhaupt kommt das Ideenrepertoire einem sehr bekannt vor, wenn man MGMT oder Empire Of The Sun schon kennt. Der stärkere Einfall in Richtung Video-Game-Sounds macht das Album zwar jünger, aber nicht wirklich frischer. Jeder DJ ist schon auf den Zug aufgesprungen, den uns die Bondage Fairies hier als Weltneuheit verkaufen wollen.

Nach dem zwar durchaus gelungenen Beginn kommt schneller Langeweile auf, als auf alten Gameboys das Logo erscheint. Ohne Übertreibung endet der Ideenreichtum nach der zweiten Nummer. Die immer gleichen Stimmen werden mit uninspirierter Elektro-Musik unterlegt und so macht auch die Billig-Melodie in „Aachen Von Essen“ keine Freude. Die Bondage Fairies vergeben die Chance zu beweisen, dass sie nicht bloß durch die Wiederverwurstung He-Mans eine Daseinsberechtigung hatten. Stattdessen gibt es eine Hipster-Kiddie-Disco ohne Beats, Seele und Zeitgeist. Die Punkte gibt es als Trostpreis für die zwei, drei gelungenen Indie-Hymnen, die sich nicht vor Langeweile und Einfallslosigkeit erbrechen.

Anspieltipps:

  • Clone
  • Star Signs

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