Madonna - True Blue - Cover
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Madonna True Blue


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 40 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Dem Album „True Blue“ verdankte Madonna ihren Aufstieg in die Liga der Superstars. „True Blue“ toppte im Sommer 1986 die weltweiten Hitparaden und zeigte eine erwachsen gewordene, musikalisch reifere Madonna, die den zuckersüßen und klebrigen Charts-Pop der ersten beiden Alben „Madonna“ (1983) und „Like a virgin“ (1984) qualitativ nochmals überragte. Das Album erreichte in 28 Ländern die erste Position der Hitparaden und verkaufte sich bis heute knapp 25 Millionen mal – damit zählt Madonnas drittes Studioalbum zu den meistverkauften Alben der gesamten 80er-Jahre. „True Blue“ bestach vor allem durch seinen für damalige Verhältnisse ungemein modernen und kräftigen Sound. Madonna präsentierte hier eine massentaugliche, äußerst eingängige und melodiöse Popmusik von herausragender Qualität, die ihr den Titel „Queen of Pop“ einbrachte.

Die große Stärke von „True Blue“ ist der tanzbare und kräftige Sound, der sich durch die gesamte Produktion zieht und sich vor allem in den Stücken „Papa don’t preach“, „Open your heart“ und „True Blue“ manifestiert, die sich allesamt zu Welthits entwickelten. „Papa don’t preach“ gibt als Opener zugleich den pumpenden Beat des gesamten Albums vor und gefällt noch heute durch seinen sozialkritischen Text (in dem Song geht es um eine Teenagerschwangerschaft) und das prägnante Streicher-Intro. „Open your heart“ kommt als lupenreiner Dance-Popsong mit hoher Ohrwurmqualität daher, der Titel-Track „True Blue“ besticht durch seine melancholische Grundstimmung und ließ sich auch anhand des quirligen Musikvideos als Hommage an die Girlgroups der 50er- und 60er-Jahre verstehen. Madonna widmete den Titel „True Blue“ ihrem damaligen Ehemann Sean Penn.

Während „White Heat“ und „Love makes the world go round“ ein wenig fad und unausgegoren daherkommen, beweist Madonna mit „Live to tell“ auch ihr Talent für balladeske und ruhige Songs. Das einzige langsame Stück des Albums zählt zu den stärksten Momenten auf „True Blue“. „Live to tell“ ist eine monumentale Power-Ballade, die – wie auch „Papa don’t preach“ und „Open your heart“ – den ersten Platz der US-Single-Charts erreichte. Aus dem Rahmen fällt der Latin-Pop von „La Isla Bonita“, einer der bis heute beliebtesten und erfolgreichsten Songs von Madonna überhaupt. Mit kubanischer Perkussion und spanischer Gitarre veredelt, darf der Song bis heute auf keiner 80er-Jahre-Party fehlen.

Mit „True Blue“ lieferte Madonna ihr Pop-Meisterwerk ab. Die leichten Schwächen einiger weniger Stücke werden durch die hohe popmusikalische Qualität der Singles und den modernen Sound der Produktion ausgeglichen. So poppig und eingängig wie hier klang Madonna nie wieder.

Anspieltipps:

  • Papa don’t preach
  • Live to tell
  • True Blue

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