Puder - Puder - Cover
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Puder Puder


  • Label: Pussy Empire/Hoanzl
  • Laufzeit: 40 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Angesichts des Übermaßes an austauschbarer Flippigkeit würde man natürlich wetten, Puder sei neuer Szene-Schrott aus Berlin. Am Ende ist dieses blinkende, zuckerige Etwas dann aus dem schönen Hamburg, was jedoch erst recht nicht als Entschuldigung für die Aufwühlung längst verdrängter Erinnerungen an die übelsten Momente von MIA. taugt. Es nervt!

Was macht eigentlich so abgeblätterten Plastik-Glamour attraktiv? Besonders heute? Alleine das Cover demonstriert bedrückende Einfältigkeit: Kunst, welche Großstadt sein will, aber so dermaßen Dorf ist, dass man eigentlich nur noch Mitleid haben kann. Sternchen, Tattoos und Glitzerkram waren ja schon immer eher „Na, ja“, aber hier wird der Vogel abgeschossen. Laut Presseinfo sei Puder „Disco ohne Disco, aber mit Discobeats“. Neue Dimensionen der Sinnlosigkeit.

Verschwiegen werden soll trotz der beschränkten Präsentation jedoch keineswegs, dass „Puder“ am Ende unter all dem Schund durchaus einige gute Songs versteckt hält. Auch wenn es schwer fällt: Vor allem „Click Clack“ und „Heyoh!“ gehen bei der nächsten Trash-Indie-Party schon klar. Hier erkennt man tatsächlich ein gewisses Talent von Catharina Boutari, netten Pop für den Kleingeist zu verfassen. Aber ohne affektiert ins Mikro zu jauchzen geht es bei ihr halt auf die Dauer scheinbar nicht. Und dann wird wieder gelitten.

Anspieltipps:

  • Click Clack
  • Heyoh!

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