Phenomenal Handclap Band - Form & Control - Cover
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Phenomenal Handclap Band Form & Control


  • Label: Tummy Touch/ALIVE
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

The Phenomenal Handclap Band sind eher ein Kollektiv denn eine richtige Band. Ihren Durchbruch erlebten sie 2009 mit ihrer Debüt-Single „15 To 20“, die sowohl in Europa als auch in Amerika ein Clubhit wurde. Das Debütalbum erschien noch im selben Jahr und zeigte bereits den besonderen Sound der Phenomenal Handclap Band auf. Die Inspirationsquellen für ihre Musik sind Soul, Afrobeat, Disco und 1970er Westcoast-Rock. Oder in Interpreten ausgedrückt: MGMT, Tom Tom Club, Fleetwood Mac, New Order, Hercules & Love Affair , The Human League, Blondie und einige mehr.

Die Masterminds hinter The Phenomenal Handclap Band sind Daniel Collas und Sean Marquard, die als DJs und Produzenten fungieren. Auf dem vorliegenden „Form & Control“ arbeiteten sie mit Laura Marin (Lead Vocals), Quinn Luke (Guitar, Vocals), Patrick Wood (Drums, Vocals), Jason Roberts (Lead Guitar) und Emily Panic (Bass). Aufgenommen wurde das Ganze in den legendären RAK-Studios in London. Hot Chocolate hatten hier z.B. ihren Hit „You Sexy Thing“ eingespielt. Auch auf Tour trafen The Phenomenal Handclap Band auf einen großen Namen. Für keinen Geringeren als Bryan Ferry eröffneten sie die US-Shows. Der ehemalige Roxy-Music-Sänger nennt sie seit her „my favourite new American band“.

„Form & Control“ startet mit „Following“, ein cooler Disco-Synthie-Pop-Song mit Hitqualitäten, dem „The Right One“ in nichts nachsteht. Laura Marins lichte Stimme fliegt die Synthie-Linien entlang, während Bass und Drums einen locker federnden Disco-Beat hervorzaubern. „The Written Word“ verbrät orientalische Klänge, die mit den auf Hochglanz polierten Sounds zerschmelzen. Vorzüglich auch die Gesangsharmonien aus weiblicher und männlicher Stimme.

Immer wieder werden auf „Form & Control“ Melodie- und Gesangslinien von 1970er Discoelementen mit den Synthie-Wave-Pop-Sounds der frühen 1980er in Einklang gebracht. Rockige und funkige Klänge blitzen partiell auf, so z.B. auf dem Titelsong, der auch ein geradezu swingendes Piano als zusätzliche Klangfarbe ins Spiel bringt. Dagegen setzt „Afterglow“ zunächst auf Glamrock-Stromgitarren und Afrobeat-Trommeln, letztendlich wird daraus strahlender Pop. „All Cliches“ glänzt mit einer hohen männlichen Gesangsstimme, rollenden Orgel- und Synthie-Sounds, vibrierenden E-Gitarren und – nun ja: Eleganz. Das finale „The Attempt“ lässt Reggae-Gitarrenriffs mit den Synthies und den Harmoniestimmen schwingen.

Wem „Kaputt“ von Destroyer vergangenes Jahr zu sehr Klang und Produktion war, der dürfte mit „Form & Control“ glücklicher werden, weil das Album kompakter und stringenter daherkommt, folglich Song orientierter. Die Produktion des Ganzen tut ein übriges, sie ist nahezu perfekt, aber auch: sexy und elegant! Genug der Worte, der Dancefloor ruft!

Anspieltipps:

  • Following
  • Form & Control
  • Afterglow
  • All Cliches
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