Confession - The Long Way Home - Cover
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Confession The Long Way Home


  • Label: Lifeforce Records
  • Laufzeit: 32 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Machten vor über zehn Jahren Linkin Park und Limp Bizkit einen auf dicke Hose, so sind es heutzutage die Heerscharen an Metalcore-Bands, die mit massiven Breakdowns und Blastbeats die Lautsprecheranlagen der Welt zum Beben bringen. Mit Confession hat sich nun ein besonders feines Schmankerl aus Australien in unsere Breitenkreise verirrt. Mit einer Mischung aus der Wucht von As I Lay Dying, den rasanten Prügeleinheiten einer Truppe wie Trivium und einer saftigen Portion Groove, der schon mal in Richtung Meshuggah ausbricht („Gimme ADD“), hat der Fünfer, bestehend aus Michael Crafter (Gesang), Dan Brown (Gitarre, Klargesang), Adam Harris (Gitarre), Tim Anderson (Bass) und Shane O´Brien (Schlagzeug, Perkussion), mit seinem dritten Langeisen „The Long Way Home“ eine Abreibung in petto, die das eingeschlafene Subgenre wieder auf Kurs bringen könnte.

Blöderweise meinen Confession ihre australischen Modern Metal Hardcore Mosh-Attacken mit gelegentlichem Klargesang zu versetzen („Die to live“, „The true shine through“, „The long way home“), der nicht nur absolut gegenläufig zum donnernden Klanggebilde von Schlagzeug und Gitarren ist, sondern auch noch nach Resteverwertung der letzten Angels And Airwaves-Platte „Love Album Parts One & Two“ (11/2011) klingt, die in die Magengrube drückende Kraftakte wie „Asthma attack“ oder „Confused/Hopeless“ schnell als Ausnahme im Ü40-Streichelzoo macht. Darüber hinaus geht den Herrschaften besonders im hinteren Drittel die Puste aus und abgesehen von direkten Einladungen für den Moshpit („Heartless“) oder ermüdende Stakkatoriffs („Nearly 30“) gibt es keine herausragenden Einfälle zu bestaunen.

Nichtsdestotrotz erlegen Confession die Konkurrenz in ihren besten Momenten präzise wie ein Bolzenschußgerät und trampeln auf den matschigen Überresten herum. Dass derartige Ansätze nicht immer ausreichen müssen, haben zwar schon The Devil Wears Prada mit „Dead Throne“ (09/2011) bewiesen, bei den Australiern hat man allerdings wenigstens das Gefühl, dass der Wille nach Abwechslung vorhanden war und der seit 2008 bestehenden Truppe einfach noch mehr Zeit zum Reifen gegeben werden muss. Neben Geheimtipps wie Across The Sun und The Dead Lay Waiting also definitiv ein Act zum Im-Auge-Behalten!

Anspieltipps:

  • Gimme ADD
  • Asthma Attack
  • Confused/Hopeless

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