Pablo Decoder - When We Fall Down - Cover
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Pablo Decoder When We Fall Down


  • Label: Snowhite/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Pablo Decoder, Kopf einer vierköpfigen Band, die sich in Berlin gefunden hat, startet nach der ersten Single im Dezember mit einem futuristisch klingenden Album ins neue Jahr. Pablo pendelt nicht zur zwischen den beiden Städten Berlin und London, sondern auch zwischen verschiedenen Musikrichtungen. Der gebürtige Spanier vermischt Stil und Kultur, Heiterkeit mit Minimal. Eingängige Melodien paaren sich mit unverkennbaren Elementen aus der Elektroszene. Das ist kein Zufall. In diesem Umfeld bereits als Co-Worker verschiedener Größen bekannt und geliebt, nutzt er diese Erfahrung für sein erstes Soloalbum. Pablo Decoder gibt mit seinem Namen also schon fast Aufschluss auf seine musikalische Herkunft. Und auch einige Titel der Songs geben Hinweise über die Band. Die erste Single-Auskoppelung trägt den Namen „Stockholm“, sehr wahrscheinlich eine Anlehnung an die Liebe zwischen den beiden wichtigsten Personen der Band. Sänger und Gitarrist Pablo und Sängerin und Keyboarderin Lotta trafen sich beim Musizieren auf den Straßen von Berlin. Lohtta, aus Schweden stammend, fand damit nicht nur privat einen neuen Partner. In kürzester Zeit bastelten die beiden gemeinsam das fröhliche, sehr moderne Werk „When we fall down“.

Es sind die verschiedenen Einflüsse, die dieses Werk besonders machen. Da ist Pablos Wahlheimat Berlin, bekannt für die Underground-Szene, da ist eine seiner Lieblingsstädte London, Sinnbild für ausgezeichneten Pop, da sind unausweichlich, wenn auch versteckt, die Klänge seiner südländischen Wurzeln. Und dann wäre da noch Lohtta, die mit ihrer skandinavischen Herkunft dem Ganzen das I-Tüpfelchen verpasst. Während all diese verschieden Einflüsse in den meisten Liedern einfach ineinander überfließen, ist auch der ein oder andere Gruß an die reine Elektroszene dabei. Der Song „Break all the Rules“ klingt wie frisch aus der Clubszene, hat sogar fast minimalistische Züge. „So Well“, gemeinsam mit „Blende“ aufgenommen, ist ein bisschen sanfter, passt jedoch auch in diese Kategorie.

Und dann trumpfen die beiden zwischendurch mit absolut eingängigen Melodien auf, die einem tagelang nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. Vor allem die erste Singleauskoppelung „Stockholm“ ist so ein Lied, in dem sich leichte Elektrobeats mit südländischer Fröhlichkeit kreuzen, ebenso „Sometimes Lonely“. Aber auch „When We Fall Down“, dem Album gleichnamig, hat dieses Potential. Dazu kommt das vielleicht typisch britische Gespür für einen guten Popsong und ansprechende Lyrics, sowie Pablos, in diesem Lied hörbares Talent, seine Stimme nach Indie-Rock klingen zu lassen.

Doch selbst, wenn die Titel und Geschichten in den Liedern von Traurigkeit erzählen, erkennt man das nicht an ihrer Melodie. “Ready for Misery” zum Beispiel, spiegelt auf keinster Weise den Titel wieder, sondern bleibt, wie der Rest des Albums, konstant fröhlich. Pablo und Lohtta merkt man die Lebensfreude und die Freude an der Musik auf diesem Debutalbum einfach an. Selbst das Cover zeigt die beiden kunterbunt. So viel Freude steckt an, eine CD, die man, zumindest bei guter Laune, gerne hört.

Anspieltipps:

  • Stockholm
  • When We Fall Down
  • Sometimes Lonely
  • Gotta Get Out

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