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Unisonic Unisonic


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit Unisonic formiert sich eine neue deutsche „Supergruppe“ am Hardrock-Himmel.

Diese Quasi-Reunion lässt keinen Metal-Fan in Deutschland kalt. Denn unter dem Banner von Unisonic vereinen sich die ehemaligen Helloween-Mitglieder Kai Hansen (Gitarre) und Michael Kiske (Gesang) mit den „Pink Cream 69“-Musikern Dennis Ward (Bass) und Kosta Zafiriou (Schlagzeug) sowie dem Ex-Gotthard-Gitarristen Mandy Meyer. Damit verbinden sich mehr als 25 Jahre (deutsche) Musikgeschichte zu einer Band, die ein neues Aushängeschild in Sachen melodischer Metal bzw. Hardrock werden könnte.

Vorausgesetzt natürlich, die Fans akzeptieren, dass Hansen plus Kiske nicht gleichbedeutend mit dem alten 80er-Jahre-Helloween-Sound sein muss und nehmen die musikalische Ausrichtung der Band an, die deutlich hörbar in Hardrock- und AOR-Gefilden beheimatet ist und nicht dem melodischen Heavy Metal von Hansens Hauptband Gamma Ray bzw. dem Speed-Metal-Wahn der frühen Helloween folgt, auch wenn mit „We rise“ zumindest ein Song auffallend nach den genannten Bands klingt und die herausragende Stimme von Michael Kiske immer wieder für herrliche Déjà-vu-Erlebnisse sorgt, selbst wenn die Gitarren mal in die Punkrockecke (!) abdriften („Never too late“).

Trotzdem verwundert es nicht, sondern scheint ein logische Konsequenz zu sein, dass „Unisonic“ streckenweise wie eine Reise zurück in die 80er Jahre klingt, festzumachen an den Höhepunkten „Over the rainbow“, das sich wie ein aktuelles Upgrade des 1984er Scorpions-Klassikers „Still loving you” anhört und „Never change me”, das sich auch bei den frühen Bon Jovi wohlgefühlt hätte, als diese noch Hardrock spielten.

Unisonic legen mit ihrem selbstbetitelten Debüt-Longplayer einen starken Nachschlag zu ihrer Appetizer-EP „Ignition“ (01/2012) vor und setzen eine markante Duftmarke in der deutschen Hardrocklandschaft. Dabei sind sie eigenständig genug, um nicht wie ein Abklatsch einer der Bands zu klingen, in denen die Bandmitglieder ihr zweites Zuhause haben. Das gefällt! So darf es gerne weitergehen.

Anspieltipps:

  • We rise
  • Star rider
  • Never too late
  • Never change me
  • Over the rainbow

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