Bebe - Un Pokito De Rocanrol - Cover
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Bebe Un Pokito De Rocanrol


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Während Rock- und Popmusik aus Italien hierzulande auf ein vergleichsweise breites Publikum trifft, haben es Musiker aus dem schönen Nachbarland Spanien ungleich schwerer. Warum das so ist, sollte eventuell mal untersucht werden. Denn auch von der Iberischen Halbinsel kommt immer wieder interessante Musik, wie jetzt zum Beispiel das Album „Un Pokito De Rocanrol“ der Sängerin und Schauspielerin Bebe (33).

Es ist ihr drittes Studiowerk nach „Pafuera Telarañas“ (2004) und „Y.“ (2009) wurde zwischen August und Oktober 2011 in den altehrwürdigen Ferber Studios in Paris zusammen mit französischen Studiomusikern aufgenommen und von Renaud Letang (u.a. Feist, Jane Birkin, Manu Chao, Saul Williams, Gonzales) als Produzent betreut. Herausgekommen ist ein spannendes Indie-Rockalbum, das Bebe als eine Art spanische Patti Smith zeigt.

Schon das Intro „Joyas“ macht deutlich, wohin die Reise auf „Un Pokito De Rocanrol“ geht: Zerrende Gitarren und polternde Drums, die plötzlich von einem HipHop-Beat unterbrochen werden, gepaart mit kratzbürstigem Gesang und einer einschmeichelnden Melodie. Hier kommt zusammen, was irgendwie zusammenpasst – und das ist in der Menge ziemlich abwechslungsreich. Denn bereits die folgenden Titel schlagen in völlig andere Richtungen. So zeigt sich „ABC“ als fröhlicher Surfer-Popsong mit Dick-Dale-Einflüssen, während „Adiós“ mit stampfenden Rhythmen auf die Tanzfläche der Indie-Disco drängt.

„Sabrás“ beginnt als minimalistische Ballade, aus der sich immer wieder eruptive Dick-Dale-Gitarrenriffs herausschälen, die im nervös zuckenden „Compra Paga“ noch eine ganze Spur intensiver zum Ausdruck kommen. Auf diese Weise entwickelt sich „Un Pokito De Rocanrol“ von Song zu Song zu einem, wenn man dies so flapsig sagen darf, richtig coolen Album, das mit stilistischer Vielfältigkeit, spanischem Flair und der richtigen Portion Indie-Attitüde genau ins Schwarze trifft.

Anspieltipps:

  • ABC
  • Der Pelo
  • Mi guapo
  • Me Piantaré

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