Alias Eye - In-Between - Cover
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Alias Eye In-Between


  • Label: Progrock Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Alias Eye machen, was sie jetzt schon seit 1998 machen. Nicht sehr vielsagend, oder? Fans der melodischen Prog-Rock-Gruppe müssen sich jetzt schon keine Gedanken mehr machen. Für Neueinsteiger sei die Prog-Rock-Band der alten Schule allerdings nochmal näher beschrieben. Progressive-Rock ist inzwischen ein wenig fest gefahren. Was früher noch zukunftsorientiert klang ist heute meist ein Synthie- und 90er-Gitarrensolibrei, der im vorletzten Jahrzehnt feststeckt. Genau diese altehrwürdigen Erkennungsmerkmale lassen sich auch bei Alias Eye ausmachen, ohne dass man Achterbahnfahrten wie bei Porcupine Tree zu erwarten/befürchten hat.

Alias Eye sind weitaus stärker am Classic-Rock orientiert und so klingt das dann auch gleich im Opener „Arabesque“. Peter Maffay wäre stolz auf den Gesang und Klavier, Keyboard (als Streicherersatz), Percussions und Bläser sorgen für das melodische Feeling, für welches Alias Eye bei seinen Fans bekannt und beliebt ist. An die arabischen Einflüsse muss man sich gar nicht erst gewöhnen, denn Abwechslungsreichtum ist das zweite Alias der Band. Da tönt es mal wie in einem 80er-Pop-Song („Take What's Mine“), Blues überrollt einen im groovigen Titeltrack, Falco grüßt in „All The Rage“ und die obligatorische Balade („Stars Shall Fall“) darf natürlich auch nicht fehlen.

Modern ist der vielseitige Ansatz auf jeden Fall, doch das typisch altbackene Keyboard bremst den vielschichtigen Spaß leider immer wieder aus. Wer mit diesem Stilmittel keine Probleme hat, der kann diese Kritik getrost beiseite legen. Ansonsten überzogen die ebenfalls aus der Mode gekommenen Gitarrensoli, die gekonnt selbst die gewitztesten Luftgitarrenspieler fordern dürften. Selten sieht man allerdings so eine Genre-Unbefangenheit, die Lob und Anerkennung verdient. Dass die Lieder selbst nicht ganz den Schliff zum Audio-Edelstein schaffen, kann man dann auch mal ignorieren. So folgt die Band dem Credo von „In-Between“ und mümmelt sich bequem in seine ganz eigene Nische.

Anspieltipps:

  • Arabesque
  • Take What's Mine
  • In-Between

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