RM Hubbert - Thirteen Lost & Found - Cover
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RM Hubbert Thirteen Lost & Found


  • Label: Chemikal Underground/Rough Trade
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

RM Hubbert begann in den 1990ern in der Formation El Hombre Trajeado, die über drei Peel Sessions die Ehre der Anerkennung des 2004 verstorbenen britischen DJs erfuhren. Vergangenes Jahr wurde Hubberts Debüt “First & Last” wiederveröffentlicht, ein Instrumentalalbum, das vom akustischen Gitarrenspiel des Schotten lebte und den Tod der Eltern und seine eigene Erkrankung an einer chronischen Depression verarbeitete. Trotz dieser Thematik erschuf er mit seinen Instrumentalmelodien eine Quelle der Ruhe und Schönheit.

Für das vorliegende „Thirteen Lost & Found“ hat sich Hubbert Gäste wie Hanna Tuulikki, Emma Pollock, Luke Sutherland, Aidan Moffat, Alasdair Roberts und Alex Kapranos von Franz Ferdinand als Produzent hinzugeholt. Bereits die instrumentale Eröffnung „We Radioed“ zeigt Hubberts außergewöhnliches Gitarrenspiel auf. Der anschließende „Car Song“ erfährt die Unterstützung von Aidan Moffat und Alex Kapranos und beweist, dass auch Gesang ins Klangbild des Schotten passt. Dennoch folgt mit „For Joe“ ein Instrumental, das in manchen Passagen an Leo Kottke denken lässt. John Ferguson wirkte bei „Gus Am Bris Latha“ mit und der perlende Art-Folk-Song „Sunbeam Melts The Hour“ kommt mit den weiblichen Harmoniestimmen von Marion Kenny und Hanna Tuulikki daher.

Auch die anderen Songs von „Thirteen Lost & Found“ sind Instrumentals und Lieder mit vokalen Gastbeiträgen. Besonders gelungen sind das intensiv vorgetragene „Half Light“ mit Emma Pollock und das Tradition und Moderne vereinende „The False Bride“ mit Alasdair Roberts. Im Zentrum steht naturgemäß das Gitarrenspiel Hubberts, das immer wieder von Violine, Piano, Percussion, Akkordeon oder Vibraphon ergänzt wird. Der Schotte sorgt mit seinen Gästen für Abwechslung, die der Geschlossenheit des Werks kaum schadet. Kunstvoll und intensiv sind die elf Songs allemal. Und so ganz nebenbei wird aufgezeigt, dass Folk auch 2012 andersartig und unverbraucht klingen kann.

Anspieltipps:

  • Car Song
  • Sunbeam Melts The Hour
  • Half Light
  • The False Bride

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